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Philipp

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  • »Philipp« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 16. Februar 2009, 20:30

Ist eine Preisbindung für E-Books sinnvoll?

29%

Ja (8)

71%

Nein (20)

In Deutschland gibt es das Gesetz zur Buchpreisbindung, welches für sämtliche überwiegend für den deutschen Markt hergestellten Bücher einen gebundenen Ladenpreis für den Verkauf in Deutschland vorsieht.


Ziele dieses Gesetzes sind unter Anderem:

Zitat

  • Sicherung einer großen Anzahl und Vielfalt an Buchtiteln
  • Sicherung der flächendeckenden Versorgung mit Buchtiteln
  • Erleichterung des Verlegens kulturell wertvoller Bücher, auch wenn deren Absatz voraussehbar geringer sein wird als der von Bestsellern

Verlage müssen für die unterschiedlichen Ausgaben jedes betroffenen Buches Preise bei Veröffentlichung festlegen. Somit kann der Preis für ein Taschenbuch z.B. günstiger als der für die Hardcover- Ausgabe gestaltet werden. Alle im Verkauf involvierten Handelspartner bekommen in der Regel ausgehend vom festgesetzten Verkaufspreis Rabatte zugestanden, welche letztendlich den Gewinn beim Verkauf darstellen.


Es stellt sich nun die Frage, ob eine Preisbindung auch auf E-Books zutreffen sollte.

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels, "de Facto" Vertreter der Branche in der Öffentlichkeit und Politik, sieht E-Books klar als preisgebundene Güter. Demnach müsse ein Verlag bei Veröffentlichung eines E-Books zusätzlich einen weiteren Preis für diese "Ausgabeform" festlegen, von dem kein Händler abweichen darf.


Wie denkt ihr über diese Thematik?

2

Mittwoch, 25. Februar 2009, 17:09

Neue Lage - warum nicht neue Bedingungen?

Sicher war / ist die Preisbindung bei den herkömmlichen Büchern sinnvoll - da kann man den Argumenten der beteiligten Marktteilnehmer durchaus folgen.

Aber ändert sich der Markt nicht gerade erheblich? Wird er nicht von neuen Teilnehmern bestimmt im Sinne einer Öffnung hin zu einer vergrößerten Vielfalt und größere Selbstbestimmtheit... und überhaupt hin zu den Content-Schöpfern? Ich denke, das schafft partiell eine neue Lage und dem solte man auch gerecht werden mit so einem wichtigen Mittel wie der Preisgestaltung der Ware. Es braucht keine völlige De-Regulierung, aber doch mehr Spielräume.

In einem anderen Forum sprach ein Teilnehmer von "mehr Marktdynamik". Ich denke, das könnte gut mit der Neueinführung - und doch einem wesentlichen Schritt hin zum "medienneutralen Punblizieren" - der Sache gut tun. Die üblichen Deutungshoheiten werden eh lockern müssen, so oder so, und die Vor-Regulierung ginge immerhin nicht von Erfahrungswerten aus, sondern von tendenziell konservativen Bewahrungs- und Platzhalter-Interessen der eh schon starken Mitspieler.

3

Dienstag, 10. März 2009, 15:13

RE: Neue Lage - warum nicht neue Bedingungen?

Sicher war / ist die Preisbindung bei den herkömmlichen Büchern sinnvoll - da kann man den Argumenten der beteiligten Marktteilnehmer durchaus folgen.

Aber ändert sich der Markt nicht gerade erheblich? Wird er nicht von neuen Teilnehmern bestimmt im Sinne einer Öffnung hin zu einer vergrößerten Vielfalt und größere Selbstbestimmtheit... und überhaupt hin zu den Content-Schöpfern? Ich denke, das schafft partiell eine neue Lage und dem solte man auch gerecht werden mit so einem wichtigen Mittel wie der Preisgestaltung der Ware. Es braucht keine völlige De-Regulierung, aber doch mehr Spielräume.

In einem anderen Forum sprach ein Teilnehmer von "mehr Marktdynamik". Ich denke, das könnte gut mit der Neueinführung - und doch einem wesentlichen Schritt hin zum "medienneutralen Punblizieren" - der Sache gut tun. Die üblichen Deutungshoheiten werden eh lockern müssen, so oder so, und die Vor-Regulierung ginge immerhin nicht von Erfahrungswerten aus, sondern von tendenziell konservativen Bewahrungs- und Platzhalter-Interessen der eh schon starken Mitspieler.
In der aktuellen c't wird gezeigt dass der Börsenverein die Buchpreisbindung für E-Books zuerst abgelehnt hat und dan später den Wortlaut verändert hat.

Ich halte das ganze System für Unsinn. In einer sozialen Marktwirtschaft soll Angebot und Nachfrage herrschen (mal ganz davon abgesehen dass die aktuelle Wirtschaftskrise durch ein Fehler im Geldsystem entsteht - aber das ist ein Offtopic).

Des weiteren wird wohl fast keiner die E-Bookvariante kaufen wenn sie gleich viel kosten würde wie das Paperback.

4

Freitag, 13. März 2009, 15:53

Preisbindung

Tach zusammen,

generell halte ich eine Preisbindung durchaus für sinnvoll, aber es kommt auf den Betrag an.
Ich sehe nicht ein, für ein eBook 20 Euro zu zahlen, wenn die Papierausgabe 22 Euro kostet.
Da stimmt das Verhältnis (noch) nicht.
Ich werde mit dem Kauf eines Readers noch warten, bis die Geräte 100-150 Euro und die Bücher 5-10 Euro kosten.

Gruß aus Erkrath
Stefan

Sphinx

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5

Sonntag, 15. März 2009, 12:45

Die Buchpreisbindung würde ja nicht bedeuten, daß man für ein EBook den gleichen Preis bezahlen muss wie für ein gebundenes Buch.
Solange die festgelegten Preise also deutlich unter den Preisen der Papierversionen liegen, finde ich es ok.

Ich sehe aber nicht ein, warum ich für ein DRM geschütztes EBook was mich in der Nutzung einschränkt den gleichen Preis wie für ein normales Buch bezahlen sollte.
Der Preis sollte zumindest um die Kosten für das Papier und den Druck reduziert werden (wär mal interessant zu erfahren was solch ein Druck und das Papier dafür kosten).

Wahrscheinlich würde das auch eine Preiserhöhung für papierbücher nach sich ziehen, da künftig weniger gedruckte Bücher nachgefragt werden.

Olivera

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6

Freitag, 1. Mai 2009, 15:21

die logistikkosten für den transport des ebooks zum stationären händler sollten aber auch auf jeden fall abgezogen werden und auch die personalkosten müssten geringer sein. ich fände 5€ für ebooks super. ich könnte mir vorstellen, dass bei solchen preisen mehr gelesen würde.

ich finde die preisbindung nicht in ordnung, weil man für ebooks 19% mehrwertsteuer statt 7% wie bei gedruckten büchern bezahlt. entweder oder, beides finde ich unfair. wobei viele ebooks genauso viel kosten wie ihre gedruckten kollegen und das trotz unterschiedlicher mehrwertsteuersätze... hmm

7

Samstag, 2. Mai 2009, 00:24

Ich finde, hier wird gerade einiges ein wenig durcheinander geworfen. Die Buchpreisbindung sagt ja zunächst erstmal nichts über die Höhe eines Buchpreises aus, sondern bestimmt nur, dass jeder Buchhändler beim Verkauf an seine Endverbraucher den gleichen, vom Verlag festgelegten Betrag zu verlangen hat. Ob es nun die Buchpreisbindung auch für eBooks gibt oder nicht - das hat erstmal wenig mit der Differenz zu gedruckten Exemplaren zu tun. Auch beim eBook ist der Verlag frei, zu entscheiden, welchen Preis er dafür verlangt. Ich stimme natürlich mit den meisten hier überein, dass der derzeitige Ansatz, nahezu den gleichen Preis für die elektronische Version zu kassieren wie für die Printvariante, nicht gerade förderlich für das Voranschreiten des Prinzips "eBook" ist. Das beantwortet aber wie gesagt nicht die Frage nach der Preisbindung.
Für gedruckte Bücher ist die Preisbindung sicher eine vernünftige Einrichtung, gewährt sie doch auch dem kleinen Buchhändler abseits der großen Ketten die Chance, zu überleben. Die Kulturgüter Buch und Literatur werden zudem ein wenig aus dem Schussfeld von Konkurrenz und Gewinnstreben herausgehalten.
Bei eBooks ist die Frage zur Zeit noch schwierig zu beantworten, finde ich. So, wie es im Moment aussieht, werden eBooks über große Downloadportale angeboten und heruntergeladen. Der Schutz eines bestehenden Netzes an Buchhändlern kann also dabei nicht mehr durch eine Preisbindung geleistet werden. Zur Zeit gibt es allerdings sehr ungewöhnliche Maßnahmen, die bestehenden Verhältnisse des Print-Buchhandels auf das elektronische System abzubilden. Wer z.B. bei Libreka, der Plattform des Börsenvereins des Buchhandels, eines der (wahrlich nicht leicht zu findenden) eBooks erwirbt, gibt dabei einen lokalen Buchhändler seines Vertrauens an, der dann in Form einer Gewinnmarge von dem Kauf profitiert. Schon sehr seltsam, dieses System.
Aber vielleicht muss man der ganzen Entwicklung ja auch nur etwas Zeit geben. Wer weiß, vielleicht machen die bisher nur vereinzelt geplanten Downloadstationen im Buchladen ja Schule und werden zukünftig zu einer wichtigen Bezugsquelle von eBooks. Dann müsste man schon überlegen, ob ein gebundener Preis nicht wieder die alte Funktion erfüllen kann.
Auch bin ich nicht sicher, wie die Auswirkungen eines Wegfalls der Preisbindung auf die Verlags- und Autorenlandschaft und damit einen nicht unwesentlichen Teil unserer Kultur ausfielen. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft - aber Kultur auf das Geschäftliche zu beschränken, wäre vielleicht doch arg kurz gedacht.
Soweit meine Gedanken zu dem Thema, zugegebenermaßen noch nicht wirklich zuende entwickelt.... :)

Seid gegrüßt,
JensiK

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JensiK« (2. Mai 2009, 00:29)


Sphinx

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8

Sonntag, 3. Mai 2009, 11:30

Also Jensik hat das Ganze mal prima zusammengefasst wie ich finde!
Volle Zustimmung! :thumbup:

9

Sonntag, 3. Mai 2009, 15:54

Als die Buchpreisbindung in Deutschland eingeführt wurde, war das Wort "Internet" noch nicht erfunden. Es gab auch - abgesehen von ein paar Buchclubs - keine bundesweiten, dem Leser leicht zugängliche Buchkataloge, und ein Buchladen am Ort (sagen wir mal unter 5000 Einwohner) war ein Glücksfall. Wäre in dieser Zeit um die Bücher ein Preiskampf entstanden, wie wir ihn heute aus der Lebensmittelbranche kennen, wären viele kleine Buchläden eben zugunsten eines großen aber günstigen Kataloganbieters (Quelle, Neckermann, Bertelsmann ...) eingegangen bzw. hätte viele Verlage den Preisforderungen des Großanbieters evtl. nicht nachkommen können (wären also nicht im Katalog erschienen und damit "unsichtbar" geblieben). Und wenn der Verlag nicht mehr die Freiheit hat, den Preis entsprechend dem Produktionsaufwand eines Buches festzulegen, würden Titel, die von vornherein nur eine kleine Auflage erreichen werden, nicht mehr erscheinen bzw. nur in einem Verlag erscheinen können, der gleichzeitig ein paar ordentliche Bestseller im Angebot hat.
Nun sind aber einige Jahre vergangen und die Welt hat sich etwas verändert. Bis Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts hat uns der Buchmarkt in USA nicht weiter interessiert. Zwischenzeitlich ist aber unser - in Deutschland - wohl größter Buchanbieter (korrigiert mich, wenn ich mich da täusche) ein Amerikaner, der vor allem aus den USA operiert. Natürlich unterliegt er der deutschen Rechtsprechung und den bei uns üblichen Regeln und Vorschriften zum Verbraucherschutz etc. Aber uns als Kunden steht es inzwischen offen, wo wir einkaufen. Sind wir des Englischen mächtig, erweitert sich das Shop-Spektrum enorm. Nun stellt sich die Frage, wie die Buchpreisbindung wirkt, wenn ein Roman, der von einem deutschen Verlag ins Deutsche übersetzt und in Deutschland zum Verkauf angeboten wird, in der englischen und digitalen Form vielleicht nur die Hälfte kostet - oder noch schlimmer, was in der digitalen Welt nicht so unwahrscheinlich ist, wenn der amerikanische Rechteinhaber selbst die Übersetzungen erstellt, um sein Werk gleich weltweit in allen wichtigen Sprachen als E-Book anzubieten. Das macht in der Printwelt wenig Sinn, muss man dazu doch entweder das Papier aufwendig über die ganze Welt verteilen, oder Tochtergesellschaften vor Ort gründen und unterhalten, um landessprachlich zu produzieren. In Digitalien hat sich das aber erledigt. Ein gut gemachter E-Book-Shop kann weltweit die Leserschaft ansprechen.
Besondes schlimm daran: Deutsche Verlage, die es sich in den letzten Jahren mit dem Lizenzgeschäft etwas gemütlich gemacht haben - amerikanische Autoren liefern die Bestseller ja am Fließband - könnten so vom Bestseller-Nachschub abgeschnitten werden. Aber ohne Bestseller keine deutschen Nachwuchsautoren mit Kleinauflagen.
Ganz spannend wird die Buchpreisbindungsproblematik, wenn - vielleicht - das E-Book tatsächlich einen interessanten Marktanteil erringt. Dann haben wir die kuriose Situation dass Libri, Thalia, Sony, Hugendubel, Ciando, Weltbild, KNV (für die stationären Buchhändler), Libreka! etc. alle die gleichen Produkte zum gleichen Preis anbieten. Im schlimmsten Fall kommen Apple, Amazon, Saturn/Mediamarkt und vielleicht auch Nokia hinzu.
Alle das gleiche Produkt zum gleichen Preis.
Jetzt ist kreatives Marketing gefragt um die Kunden an sich zu binden. Jeder wird sich was einfallen lassen (müssen) um sich von der Konkurrenz abzusetzen - im Rahmen des rechtlich erlaubten, in der Grauzone, und vielleicht auch gelegentlich Mal die Grenzen überschreitend.
Aldi, Lidl & Co. machen es vor, wie ein transparenter Markt mit den überall gleichen Produkten funktioniert. Es wird um jeden Cent gekämpft und letztlich muss der Hersteller des Produkts diese Cents in der Produktion einsparen.
Da wird dann mit Exklusivrechten gearbeitet (eine Neuerscheinung ein halbes Jahr nur bei einem Händler) oder mit Rabatten (bei drei Harry Pottern ein Tintenherz gratis) oder gleich der Verlag gekauft, um eine Gewinnspanne einzusparen ...
Ein Preiskampf ist auch mit Buchpreisbindung möglich.
Aber: Der ursprüngliche Hintergrund der Buchpreisbindung - Schutz der Ware "Bildung" und deren bundesweite Verbreitung - verliert im Internetzeitalter immer mehr an Bedeutung. Schließlich sind die grundlegenden Informationen jetzt meist kostenlos und im Prinzip überall erhältlich - auch wenn man keinen PC zu Hause hat. Die Buchpreisbindung wird jetzt immer mehr zum Schutz der Verlage eingesetzt.
Ob gut oder schlecht - wer kann das wirklich sagen? Aber Marktbeschränkungen wirken oft nur in speziellen Situationen schützend und werden irgendwann zum Klotz am Bein.

10

Sonntag, 3. Mai 2009, 20:05

Ein sehr schöner Beitrag, der auch gleich wunderbar all die Gründe aufzeigt, weshalb der deutsche Buchhandel und auch die Verlage eigentlich gar kein so richtiges Interesse daran haben, den eBook-Markt zu forcieren. Viele Ungereimtheiten, Steine, die dem interessierten Kunden überall in den Weg gelegt werden - schlicht eine Verkaufspolitik, die in anderem Kontext so gar nicht denkbar wäre, das ist es, womit sich der Kunde zur Zeit konfrontiert sieht.
Aber Foren wie dieses leisten wertvolle Aufklärungsarbeit, ordnen das Chaos und erleichtern auch dem Unerfahrenen Leser elektronischer Publikationen ein wenig den Einstieg in die Materie.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt und (auch, wenn ich vielleicht in meinem Ärger über die künstlichen Verzögerungen etwas pessimistisch klingen mag) freue mich auf die Zukunft. Um das Buch in seiner klassischen Papierform habe ich zur Zeit auch noch nicht wirklich Angst.

Es grüßt,
JensiK

11

Donnerstag, 7. Mai 2009, 16:40

Buchpreisbindung - das interessanteste Thema überhaupt.

Hier mal meine ganz persönliche Meinung - schon in der Voraussicht, den einen oder anderen damit auf die "Füße" zu treten.

Mein gesamtes Leben (es sind schon ein paar Jahrzehnte) habe ich mit Bücher verbracht. Ein Buch war für mich immer etwas ganz besonderes, deshalb habe ich immer auf einen ordnungsgemäßen Zustand geachtet. Es gibt bei mir keine "Eselsohren etc".

Inzwischen gibt es bei mir im Haus keine freie Stelle mehr, die für Bücher übrig isdt. Die ersten Umzugskartons stehen schon voll auf dem Boden.

Aus diesem Grund habe ich mich schon vor längerem dem Hörbuchbereich gewidmet. Vorteile: Platzersparnis und es gibt mehr Gelegenheiten zu hören als zu lesen.

Nachteil: Meist nur gekürzte Fassung.

Mit dem Sony Reader hat sich mein Leseverhalten wieder neu orientiert. Komme damit gut zurecht und bin begeistert.

Das nur zur Vorinformation.

Durch diesen neuen Lesegenuß bin ich zu dem Entschluß gekommen, meine Büchersammlung aufzulösen und mal zum Verkauf anzubieten. Meine Überraschung: Für Bücher, die 20 Euro und mehr gekostet haben (sehr guter Zustand - wie neu) erhält man durchschnittlich 50 Cent bzw. der Ankauf geht nach Kiloware unter 20 Cent/Kilo.

Das ist der größte Wertverfall, den ich je erlebt habe. Heute gekauft, morgen nichts mehr wert.

Was soll ich noch über Buchpreisbindung sagen: Bestimmt sinnvoll aber vollkommen untauglich.
Ich kaufe auf keinen Fall gebundene Bücher - egal in welcher Form.

Ein Buch sollte für jedermann bezahlbar sein. Eine Episode aus den 50er Jahren - da habe ich in Berlin noch Bucher gekauft( Heftromane 20 Pfennig; Romane zwischen 1 und 2 Mark) Diese Bücher konnte ich für den halben Preis wieder zurückgeben.
Dieser Wertverfall war aus meiner Sicht noch angemessen. Ein Wertverfall von 25 Euro auf unter 50 Cent von einem Tag auf den anderen halte ich für verbrecherisch.

Aus diesem Grund bin ich gegen jegliche Buchpreisbindung.
Bin auch der Meinung, dass diese Bindung auch nicht viel bringt. Man muss sich nur im Netz umsehen, dann bekommt man fast alles was man lesen möchte.

Durh die Buchpreisbindung und den Preis wird dieses Vorgehen weitgehends gefördert. Analog würde ich das auch füe ebooks anwenden.

Olivera

Globale Moderatorin

Beiträge: 193

Wohnort: Köln

Beruf: Intenet-Projektleiterin

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12

Donnerstag, 7. Mai 2009, 21:39

@charlo: was den verkaufspreis für bücher angeht, ist wichtig, wann das buch erschienen ist. viele der bücher, die ich gekauft habe, habe ich sofort nach dem lesen bei ebay eingestellt und dadurch gute preise erzielt. ab und zu gibts auch verkäufer, die mehr als den original-preis bezahlen...

was ich auch super fand: gucken, welche buch-auktionen kurz vor dem auslaufen sind und noch kein gebot haben. wenn man dann noch mehrere von einem verkäufer findet, kann man versandkosten sparen. so habe ich viele bücher für 1-2 € ersteigert und sie nach dem lesen weiter verkauft. ist natürlich nicht jedermanns sache, gebrauchte bücher zu lesen.

aber ich finde ebooks auch besser, weil ich es super finde, sich nicht überlegen zu müssen, was man mit den gedruckten versionen nach dem lesen machen soll.

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