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Philipp

Administrator

  • »Philipp« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Wohnort: Neumünster

Beruf: Student Wirtschaftsinformatik

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1

Donnerstag, 12. März 2009, 18:39

Digital Rights Management bei E-Books

Hallo,


aus aktuellem Anlass würde ich gerne doch mal eine Diskussion über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von DRM beginnen.

Durch Digital Rights Management soll versucht werden, geistiges Eigentum vor der illegalen Vervielfältigung zu schützen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass durch DRM oftmals viele technische Barrieren für die legale Verwendung von Inhalten entstehen und es bislang keinen Schutz gab, der nicht "geknackt" worden ist.

Eine Parallele zu diesem Thema bietet die Musikindustrie. Dort verzichten inzwischen viele Labels auf den DRM Schutz und setzten nur noch Wasserzeichen ein, eine digitale Signatur des Käufers, die in die Datei "gebrannt" werden kann, ohne dass es zu Einschränkungen bei der Verwendung kommt.

Im E-Book Markt stehen Verlage nun vor der gleichen Situation wie einst die Musikindustrie - und entscheiden sich in der Mehrzahl für DRM.


Wie denkt ihr über das Thema? Verhindert DRM illegale Vervielfältigung? Ist DRM notwendig, um die Rechte der Autoren und Verlage zu schützen und den (E-) Buchmarkt vor dem Aussterben zu bewahren? Könntet ihr euch vorstellen, ein E-Book auf nicht legale Weise zu erwerben?

Um eins vorweg zu nehmen: Letzteres würde ich definitiv nicht machen.


Bin auf Kommentare gespannt.


Gruß
Philipp

2

Donnerstag, 12. März 2009, 22:25

RE: Digital Rights Management bei E-Books

Hallo,


aus aktuellem Anlass würde ich gerne doch mal eine Diskussion über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von DRM beginnen.

Durch Digital Rights Management soll versucht werden, geistiges Eigentum vor der illegalen Vervielfältigung zu schützen. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass durch DRM oftmals viele technische Barrieren für die legale Verwendung von Inhalten entstehen und es bislang keinen Schutz gab, der nicht "geknackt" worden ist.

Eine Parallele zu diesem Thema bietet die Musikindustrie. Dort verzichten inzwischen viele Labels auf den DRM Schutz und setzten nur noch Wasserzeichen ein, eine digitale Signatur des Käufers, die in die Datei "gebrannt" werden kann, ohne dass es zu Einschränkungen bei der Verwendung kommt.

Im E-Book Markt stehen Verlage nun vor der gleichen Situation wie einst die Musikindustrie - und entscheiden sich in der Mehrzahl für DRM.


Wie denkt ihr über das Thema? Verhindert DRM illegale Vervielfältigung? Ist DRM notwendig, um die Rechte der Autoren und Verlage zu schützen und den (E-) Buchmarkt vor dem Aussterben zu bewahren? Könntet ihr euch vorstellen, ein E-Book auf nicht legale Weise zu erwerben?

Um eins vorweg zu nehmen: Letzteres würde ich definitiv nicht machen.


Bin auf Kommentare gespannt.


Gruß
Philipp


Ich tendiere dazu DRM-freie E-Books zu kaufen. Beispielsweise die günstigen E-Books des Tages bei www.awl.de , www.informit.de , www.mut.de sowie das neue (DRM-freie) O'Reillyangebot.

Zwar habe ich auch ein paar DRM E-Books - das hat mich dann aber immer geärgert.

Bei Freunden habe ich auch schon den gegenteiligen Effekt gesehen. Diese haben sich illegal ein E-Book besorgt und dann anschliessend die Paperback Variante besorgt.

Hinzu kommt das DRM-geschützte Angebote jederzeit zugemacht werden könnten (wie beispielsweise bei Amazon passiert). Wenn man den Computer neu installiert hat man nutzlos viel Geld ausgegeben und die E-Books sind verloren.

Sphinx

E-Book Leser

Beiträge: 38

Wohnort: Hamburg

Beruf: SW Entwickler

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3

Freitag, 13. März 2009, 08:01

Hallo,
ich denke die Buchindustrie macht den gleichen Fehler wie die Musikindustrie. Schon allein DRM geschützte Bücher annähernd zum gleichen Preis wie Papierbücher verkaufen zu wollen verstehe ich nicht. Ich behaupte mal einfach, daß man schon jetzt fast jedes Buch illegal irgendwo runterladen kann. Die Buchindustrie sollte von den Fehlern der Musikindustrie lernen und für den eBook Markt ihr Geschäftsmodell komplett überdenken.

Ich denke außerdem, daß viele Autoren kleiner Buchserien ihre Bücher direkt über das Internet als eBooks vertreiben werden ähnlich wie das schon manche Musikbands mit ihrer Musik tun.

Vance

E-Book Leser

Beiträge: 25

Wohnort: Norddeutschland

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4

Freitag, 13. März 2009, 12:23

Beitrag von gestern auf Heise zum Thema:

Zitat

Zur Einführung der elektronischen Bücher hat der deutsche Buchhandel
massenhaft Klagen gegen Raubkopierer angekündigt. "Wir werden in aller
Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet,
vorgehen und die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen",
sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels,
Alexander Skipis, gegenüber dpa.
Tja, dann viel Spaß mit diesem Geschäftsmodell.

Wenigstens diese Damen und Herren werden sich freuen ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vance« (13. März 2009, 12:29)