an Verlage:
1) MEHR ebooks (am besten alles, was neu als gedrucktes Buch erscheint, auch gleichzeitig als ebooks präsentieren und parallel die Backlist aufarbeiten, so daß wir in absehbarer Zeit ein vergleichbares Angebot haben und ich wählen kann, ob ich die gedruckte oder eletronische Fassung haben möchte.)
2) Attraktivere Preise, v.a. auch die Möglichkeit, mit dem Kauf eines gedruckten Buches (ev. gegen kleinen Aufpreis) auch das Recht zum Download zu erwerben und umgekehrt, aber auch generelle Preissenkung bei ebooks auf ein vertretbares Maß und sofortige Anpassung (Reduzierung) der Preise für ein ebook, sobald die gedruckte Variante als Taschenbuch erscheint.
3) Bessere Qualität der ebooks, Anstellen von Leuten, die sich damit auskennen und einen guten Job machen.
4) (ich weiß, es war nur nach drei Punkten gefragt, aber ich finde es doch auch sehr wichtig): ein irgendwie sinnvollerer Umgang mit dem Kopierschutz. Ich war anfangs sehr dafür, daß es das gibt, um die Rechte der Autoren zu schützen, aber inzwischen ist mir bewußt geworden, wie sehr man da als Kunde gegängelt wird, wie schnell man Probleme mit den Lizenzen bekommen kann (man muß nur mal einen neuen PC, mal ein neues Lesegerät gekauft, den PC mal neu aufgesetzt haben o.ä., schon kann man nicht mehr an seine teuer gekauften Bücher, das finde ich indiskutabel, ebenso wie den entsprechend katastrophalen Service von Adobe, der einen fälschlicherweise an Sony verweist und einen hängenläßt). Zudem ist der Kopierschutz ja auch zu umgehen, also nicht wirklich wirksam (aber ist es eigentlich okay, daß man kriminalisiert wird, wenn man sich den Zugang zu seinen teuer gekauften ebooks bewahren möchte???) und da es sowieso verboten ist, Bücher, deren Urheberrecht geschützt ist, zu verbreiten, man die Bücher also sowieso nirgends zur Selbstbedienung hochladen oder massenhaft weitergeben dürfte, ohne daß man erhebliche Probleme bekäme, sollte das doch Schutz genug sein (ev. wäre ein Wasserzeichen hier eine Lösung)... Und letztlich kann es den Verkauf und das Interesse von Kunden ja auch befördern, wenn man mal ein ebook von einem Freund bekommt, der es toll fand. Vielleicht kauft man sich dann die gedruckte Fassung oder die nächsten 5 Titel des Autors usw.
an Buchhandel bzw. Shopbetreiber:
1) mehr Transparenz (wobei sich das auch an Verlage richtet), also gut zugängliche Infos zu ebook-Neuerscheinungen etc., ein möglichst vollständiges Angebot und die Möglichkeit, diese Bücher auch zu finden, ohne sich stundenlang durch unvollständige Listen mit schlechten Filtermöglichkeiten klicken zu müssen oder auf Verdacht Namen und Titel immer wieder einzugeben. Bei Random House findet man z.B. eine Möglichkeit, nach erhältlichen ebooks (auch nach Erscheinungsdatum) zu suchen. Viele davon sind aber bei libri, Thalia usw. nicht vorhanden, gelten als "nicht existent", obwohl von der Artikelseite aus direkte Links zu Libri etc. gesetzt sind. Das ist ein Unding und das sollte es künftig so nicht mehr geben!
2) die Möglichkeit, ebooks auch gezielt zu verschenken, also für Freunde zu kaufen.
3) weniger Berührungsängste mit dem Thema in Buchhandlungen etc. Es sollte dort Angestellte geben, die sich damit ausgehen, die dem Thema offen gegenüberstehen, sich nicht in ihrer Existenz bedroht fühlen, den Reader nicht in die letzte Ecke verbannen und mit Panik reagieren, wenn man danach fragt. Ich will informierte BuchhändlerInnen, die auch mit ebooks vertraut sind, die einen kompetent (sowohl technisch als auch literarisch) beraten und bei denen man dann das gewünschte Buch auch als ebook kaufen kann.
Liebe Grüße,
Momo