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Philipp

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  • »Philipp« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 395

Wohnort: Neumünster

Beruf: Student Wirtschaftsinformatik

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1

Sonntag, 17. Mai 2009, 12:38

Eure Top3 Vebesserungsvorschläge an Verlage und Shopbetreiber

83%

Vielfältigeres Angebot (64)

81%

Preise senken (62)

60%

Kein DRM (46)

17%

Qualitäts- verbesserung (13)

13%

Verschenk- möglichkeit (10)

9%

Bücherregal im Kundenkonto (7)

8%

Transparenteres Angebot (6)

6%

bessere Suchfunktionen (5)

Hallo,


ich würde gerne von euch Wissen:

Welche TOP3- Wünsche habt ihr an Verlage und Buchhandel bzw. Shopbetreiber?

Die Umfrage wird bei neuen Vorschlägen im Thema erweitert. Stimmen können daher auch nachträglich geändert werden!

2

Sonntag, 17. Mai 2009, 12:55

  1. ebook-Preise SENKEN!!!!
  2. Größeres Angebot an attraktiven/qulitativ hochwertigen, DRM-freien, ebooks
  3. Online Bücherregal im Kundenkonto (hab ich bei WHSmith - fühlt sich sicher an)

3

Sonntag, 17. Mai 2009, 17:43

an Verlage:

1) MEHR ebooks (am besten alles, was neu als gedrucktes Buch erscheint, auch gleichzeitig als ebooks präsentieren und parallel die Backlist aufarbeiten, so daß wir in absehbarer Zeit ein vergleichbares Angebot haben und ich wählen kann, ob ich die gedruckte oder eletronische Fassung haben möchte.)

2) Attraktivere Preise, v.a. auch die Möglichkeit, mit dem Kauf eines gedruckten Buches (ev. gegen kleinen Aufpreis) auch das Recht zum Download zu erwerben und umgekehrt, aber auch generelle Preissenkung bei ebooks auf ein vertretbares Maß und sofortige Anpassung (Reduzierung) der Preise für ein ebook, sobald die gedruckte Variante als Taschenbuch erscheint.

3) Bessere Qualität der ebooks, Anstellen von Leuten, die sich damit auskennen und einen guten Job machen.

4) (ich weiß, es war nur nach drei Punkten gefragt, aber ich finde es doch auch sehr wichtig): ein irgendwie sinnvollerer Umgang mit dem Kopierschutz. Ich war anfangs sehr dafür, daß es das gibt, um die Rechte der Autoren zu schützen, aber inzwischen ist mir bewußt geworden, wie sehr man da als Kunde gegängelt wird, wie schnell man Probleme mit den Lizenzen bekommen kann (man muß nur mal einen neuen PC, mal ein neues Lesegerät gekauft, den PC mal neu aufgesetzt haben o.ä., schon kann man nicht mehr an seine teuer gekauften Bücher, das finde ich indiskutabel, ebenso wie den entsprechend katastrophalen Service von Adobe, der einen fälschlicherweise an Sony verweist und einen hängenläßt). Zudem ist der Kopierschutz ja auch zu umgehen, also nicht wirklich wirksam (aber ist es eigentlich okay, daß man kriminalisiert wird, wenn man sich den Zugang zu seinen teuer gekauften ebooks bewahren möchte???) und da es sowieso verboten ist, Bücher, deren Urheberrecht geschützt ist, zu verbreiten, man die Bücher also sowieso nirgends zur Selbstbedienung hochladen oder massenhaft weitergeben dürfte, ohne daß man erhebliche Probleme bekäme, sollte das doch Schutz genug sein (ev. wäre ein Wasserzeichen hier eine Lösung)... Und letztlich kann es den Verkauf und das Interesse von Kunden ja auch befördern, wenn man mal ein ebook von einem Freund bekommt, der es toll fand. Vielleicht kauft man sich dann die gedruckte Fassung oder die nächsten 5 Titel des Autors usw.


an Buchhandel bzw. Shopbetreiber:

1) mehr Transparenz (wobei sich das auch an Verlage richtet), also gut zugängliche Infos zu ebook-Neuerscheinungen etc., ein möglichst vollständiges Angebot und die Möglichkeit, diese Bücher auch zu finden, ohne sich stundenlang durch unvollständige Listen mit schlechten Filtermöglichkeiten klicken zu müssen oder auf Verdacht Namen und Titel immer wieder einzugeben. Bei Random House findet man z.B. eine Möglichkeit, nach erhältlichen ebooks (auch nach Erscheinungsdatum) zu suchen. Viele davon sind aber bei libri, Thalia usw. nicht vorhanden, gelten als "nicht existent", obwohl von der Artikelseite aus direkte Links zu Libri etc. gesetzt sind. Das ist ein Unding und das sollte es künftig so nicht mehr geben!

2) die Möglichkeit, ebooks auch gezielt zu verschenken, also für Freunde zu kaufen.

3) weniger Berührungsängste mit dem Thema in Buchhandlungen etc. Es sollte dort Angestellte geben, die sich damit ausgehen, die dem Thema offen gegenüberstehen, sich nicht in ihrer Existenz bedroht fühlen, den Reader nicht in die letzte Ecke verbannen und mit Panik reagieren, wenn man danach fragt. Ich will informierte BuchhändlerInnen, die auch mit ebooks vertraut sind, die einen kompetent (sowohl technisch als auch literarisch) beraten und bei denen man dann das gewünschte Buch auch als ebook kaufen kann.

Liebe Grüße,
Momo

4

Donnerstag, 9. Juli 2009, 17:32

Wenn ich mir mal den Vergleich mit der Musikindustrie erlauben darf. Ich befürchte die meisten eBooks werden auch in Zukunft nicht günstiger werden als die gedruckte Version. Bei der Musik ist es doch ähnlich eine CD kostet etwa so viel wie die entsprechenden MP3 Dateien.

Auch wenn man sich mal anschaut was das Drucken von Büchern kostet, ein Taschenbuch mit 200 Seiten in einer Auflage von 20.000 Stück dürfte etwa 1-2 Euro kosten. Da können die Verlage den Preis für ein eBook nicht viel senken. Positive Ausnamen gibt es auch, Beispiel der Addison Wesley Verlag (bekannt für EDV Bücher) da gibt es z.T. Gedruckte (gebundene) Bücher für 59,95€ (das Buch das ich hier habe hat so 700 S.) das eBook dazu für 44,95€. Da ist die Auflage wahrscheinlich nicht so groß und die Produktionskosten für ein Buch höher.

woyton

E-Book Meister

Beiträge: 114

Wohnort: Fulda

Beruf: Dipl.-Informationswirt

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5

Donnerstag, 9. Juli 2009, 19:16

Zusätzlich zu den häufig genannten Punkten wie das (harte) DRM und das Weitergeben der Kostenvorteile:

1. Vorteile der Digitalisierung nutzen:
  • inhaltliche Updates (Ergänzungen, Korrekturen, kostenlose [oder sehr günstige] Bonus-Erweiterungen wie Mini-Fortsetzungen, usw.).
  • Links zur Navigation innerhalb der eBooks.
  • zusätzliche Mehrwertdienste (z. B. exklusiver Zugang zu Communities oder zusätzlichen Inhalten wie Übungen, usw.).

2. Flexible, frei zusammenstellbare Bundles:
  • Kauf einzelner Kapitel bei Sachbüchern.
  • vergüngstigter Bundle-Preis, wenn auf einem Schlag mehrer Bücher einer Buchreihe gekauft werden.
  • pBook- + eBook-Version des gleichen Buches zum pBook-Preis mit minimalen Aufpreis (Hardcover fürs Regal, eBook für den Urlaub).

3. Verschiedene Preismodelle:
  • Einzelkauf günstiger als das pBook in seiner letzten Version (Hardcover oder Taschenbuch).
  • eBook-Abo (10 - 15 EUR monatlicher Mindestumsatz mit 1-2 Jahren Vertragslaufzeit. Dafür gibt es den eReader subventioniert und - falls der eReader Mobilfunk-Anbindung hat - inklusive Datenflate-Rate (UMTS/Edge) [wie früher der Bertelsmann Buchclub].
  • eBook-Flatrate [wie Napster Musikflate-Rate: 15 EUR im Monate voller Zugriff auf alle eBooks des Händlers. Bei Vertragskündigung verliert der Nutzer seine Lizenzen (macht dann wohl leider DRM notwendig).
Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. - Albert Camus

6

Freitag, 10. Juli 2009, 07:16

Die Differenz ist deutlich höher als die 1, 2 oder 3 Euro, die das Material, Druck- und Bindekosten ausmachen. Denn dann kommen die ganzen Logistikkosten: Lagerplatz und Zeit, das physische Handling des Transports, die Verkaufsstrecke und deren Lagerkosten vom Verlag zum Großhandel zum Zwischenlager zum Buchhändler - Präsentation und Personal etc. Enthalten sind aber auch das Risiko eines Nichtverkaufs -Verlust aus Remittenden - und bei den physischen Büchern sind die Mengen, die auf Ramschtischen zu finden sind nicht unerheblich.

Da liegt m.E. auch die Crux der e-books - die zerstören das Geschäftsmodell der Supplychain im Buchhandel und deren immense Infrastrukturkosten - denn e-books gehen direkt zum Konsumenten, sind sofort und überall verfügbar, und nur in der Menge, die der verkauften Auflage beim Buch entspricht - keine spekulative Basisauflage von x-tausend, die entweder zu hoch oder zu niedrig ist, keine überhetzten Termine mit Mehrkosten für Nachdruck etc.. Klar, dass hier keine Begeisterung für e-books herrschen wird. Die Folgen für die Druckindustrie, die Preisgestaltung dort (Ausl. Wettbewerb!) und die Druckmaschinen- und zubehörhersteller wären enorm.

Die E-Reader wiederrum werden als Single-Usage Geräte ein Nischenmarkt bleiben - allerdings hat man sowas auch von den kleinen Games gesagt, die heute zu Millionen über die Ladentische gehen. Die Menge der absetzbaren Geräte ist erstmal beschränkt - neben Technofreaks werden nur Vielleser und "Reisende" als Zielgruppe kaufen - dennoch gibt es auch hier zwei Möglichkeiten, den Markt anzugehen und auszuweiten: entweder wie bisher als Luxusgut über den Snob-effekt "Ich kanns mir leisten" Teil - oder aber als Gadget Mitnahmegerät im Niedrigpreis im Vorbeigehen. Erste Version beschränkt die Menge drastisch, in der zweiten Version könnte ich mir sehr gut vorstellen, das Schwarzeneggers Vorschlag als Schulbuchersatz Realität werden könnte, damit weit mehr e-book-Nachfrage entstehen würde und der erste Hebel, e-books tatsächlich zu pushen.

7

Samstag, 18. Juli 2009, 21:59

Das mit den Preisen ist so eine Sache. Ich denke eine merkliche Preissenkung ist hier nicht möglich, weil die Preise des gedruckten Buchs gerade mal bei 10-15% des Buchpreises ausmachen. Den grösten Anteil kassiert der Buchhandel (Libri.de etc.) ein, die Margen von >=50% verlangen.
Lektorat und Buchproduktion kosten ebenfalls und verdienen will man auch was. Also wird nicht viel Preisnachlass drinnen sein.
Apropos E-Book-Verlag: Seht euch mal www.autorenclub.net/verlag an
Liebe Grüße
Rieke.

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