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  • »FomerMay« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 19. Juli 2011, 15:55

Amazon vermietet US-Schulbücher für Kindle

Zitat

Schüler haben in den USA ab sofort die Möglichkeit, ihre Schulbücher bei Amazon auszuleihen. Anschließend können sie auf dem E-Book-Reader Kindle sowie allen Geräten mit Kindle-Lesesoftware genutzt werden. Gegenüber dem Kauf sollen sich bis zu 80 Prozent der Kosten einsparen lassen.

http://winfuture.de/news,64414.html

Mal schaun wann es sowas in D gibt, wobei da die Leihe wahrscheinlich eh nur 20% oder günstiger als das Printbuch ist......

fireblade22

Papa 2010

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2

Dienstag, 19. Juli 2011, 17:27

Selbst wenn der Preis der gleiche wäre, wie es bei der Printausgabe, wäre es trotzdem ein riesen Gewinn. Wenn ich sehe, was unser Patenkind (11 Jahre) an Kilo´s mit sich herumschleppen muss, würde man so viel für die Gesundheit unserer Kinder tun. 9 Kilo Schulranzen für ein Kind, das selbst gerade mal 35 kg auf die Waage bringt, empfinde ich als sehr bedenklich. Schließlich sind wir keine Ameisen...
Mein Sohn (gerade erst 1 Jahr alt) wird hoffentlich in den Genuß kommen, einen leichten Schulranzen zu haben.

In diesem Sinne...
Es lebe Calibre mit seinen durchaus hilfreichen Addon´s :D Alle Deppenappostroph´s sind mein. :sleeping:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »fireblade22« (19. Juli 2011, 17:41)


eLit

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Dienstag, 19. Juli 2011, 19:40

Mein Sohn (gerade erst 1 Jahr alt) wird hoffentlich in den Genuß kommen, einen leichten Schulranzen zu haben.

Bestimmt nicht, dazu sind unsere Kultusministerien viel zu konservativ - und die Verlage werden sich mit Händen und Füßen (= fadenscheinigen Argumenten) dagegen wehren.

Und wenn du Pech hast sind noch 90% der Elternvertretungen dagegen ;)

Viele Grüße
Dieter

magonaus

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4

Dienstag, 19. Juli 2011, 20:29

Also beim derzeitigen Stand der Technik, wäre das ein gigantischer Rückschritt.

Keine Farben mehr. Da man nicht problemlos mehrere Seiten und Bücher gleichzeitig offen haben kann, und zwischen denen hin und herspringen kann, Register kaum funktionieren, ... ein Rückschritt sondergleichen.

Derzeitige Reader, und derzeitige ebooks, sind für alles andere als Belletristik unbrauchbar.

eLit

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5

Dienstag, 19. Juli 2011, 22:26

Also beim derzeitigen Stand der Technik, wäre das ein gigantischer Rückschritt.

Keine Farben mehr.....

Von einem gigantischen Rückschritt kann man sicherlich nicht sprechen. Dem Fehlen von Farbinformationen stehen die möglichen Suchfunktionen entgegen. Das gleichzeitige Öffnen mehrer Quellen ist im Schulbereich noch nicht zwingend nötig.

Farbe kann zur Verdeutlichung von Sachverhalten dienen; durch geeignete redaktionelle Massnahmen kann dies aber auch in sw realisiert werden.

Viele Grüße
Dieter

magonaus

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6

Dienstag, 19. Juli 2011, 22:42

Von einem gigantischen Rückschritt kann man sicherlich nicht sprechen. Dem Fehlen von Farbinformationen stehen die möglichen Suchfunktionen entgegen. Das gleichzeitige Öffnen mehrer Quellen ist im Schulbereich noch nicht zwingend nötig.

Farbe kann zur Verdeutlichung von Sachverhalten dienen; durch geeignete redaktionelle Massnahmen kann dies aber auch in sw realisiert werden.

Viele Grüße

Also dann würde mich interessieren, wie du Mathematik gelernt hast. Ich brauche dazu. 1.) Die Angabe. 2.) Das Musterbeispiel 3.) Die Formelsammlung gleichzeitig u8nd nebeneinander. Und im Musterbeispiel muss ich blättern können. Und in der Formelsammlung herumspringen.

Abgesehen, dass kein e-Reader eine Formelsammlung vernünftig anzeigen könnte... .

Und das mit SW. Ich hatte noch Schulbücher die schwarzweiß waren. Farbdruck ist ja erst in den letzten 20 Jahren bezahlbar geworden. Und didaktisch sind die gegen heutige einfach grottenschlecht.

Black-Kindle

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Dienstag, 19. Juli 2011, 23:15

Selbst wenn der Preis der gleiche wäre, wie es bei der Printausgabe, wäre es trotzdem ein riesen Gewinn. Wenn ich sehe, was unser Patenkind (11 Jahre) an Kilo´s mit sich herumschleppen muss, würde man so viel für die Gesundheit unserer Kinder tun. 9 Kilo Schulranzen für ein Kind, das selbst gerade mal 35 kg auf die Waage bringt, empfinde ich als sehr bedenklich. Schließlich sind wir keine Ameisen...
Mein Sohn (gerade erst 1 Jahr alt) wird hoffentlich in den Genuß kommen, einen leichten Schulranzen zu haben.

In diesem Sinne...

Mein Sohn hatte 2,5 Kilometer bis zur Grundschule. Auf Grund des schweren Schulranzen durfte er morgens mit dem Bus zur Schule fahren. Nachmittags je nach Schulschluss auch den Bus oder er wurde mit dem Auto abgeholt. Laufen musste er nur selten. Wenn der Schulranzen nicht so schwer gewesen, hätten wir ihm zumindest in der 3. und 4. Klasse zu Fuß gehen lassen, was ja an für sich gesünder wäre, aber das wollten wir ihm nicht antun.

eLit

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 07:31

Abgesehen, dass kein e-Reader eine Formelsammlung vernünftig anzeigen könnte...
Wäre interessant zu erfahren, welche Schulbücher in USA als eBook umgesetzt werden - manche gehen eben nicht ... ( Beispiele in Musik, Geografie etc.)

Allerdings wurde hier im Forum das Augenmerk auf Schulanfänger gerichtet. Allerdings machen in dieser Altersklasse bunte Bücher noch mehr Laune, als den älteren Semestern ;)

Viele Grüße
Dieter

Thomas D.

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 08:00

Ich war/bin auch schon lange der Meinung, dass Schulbücher DIE Anwendung für eReading sind. Ich hab zwar keine Kinder - bin mir aber des Schulranzenproblems sehr bewust. Was heutzutage den Kindern aufgeladen wird (im Wortsinn) ist schlicht gesundheitsschädlich. Ohne wenn und aber. Allerdings muss man auch sehen, dass es durchaus Schulen gibt, bei denen die Lehrmaterialien in der Schule bleiben. (und da die durch viele Hände gehen auch im entsprechenden Zustand sind - die andere Seite der Medallie).

Ich denke Farbe wird in absehbarer Zeit auf den Readern sein. Ebenso sollte es kein Problem sein mehrere Bücher gleichzeitig geöffnet zu haben. Ich würde ohnehin vermuten, dass es - wenn das denn kommt - speziell angepasste Schulreader geben wird.

Aber... für Schulen dürften eher Geräte wie die Nachfolger der aktuellen Tablets das Thema sein. Elektronische Schulbücher mit multimedialen Inhalten. Ggf. direkt vom Lehrer per WLan verteilt. Usw... in die Richtung muss und wird es gehn. Es wird bei uns nur leider noch sehr, sehr lange dauern... Leider wird - wie bei so was üblich - mit ziemlicher Sicherheit Deutschland eines der letzten hochtechnologieländern sein, die so was umsetzen - dafür aber dann mit der teuersten Technik, den meisten Kompromissen und der Vorversion der aktuellen Technik.

und selbstverständlich wird eine typisch deutsche Lösung für das Geweine der altVerlage gefunden: entweder eine pro Schulkind zu verlanangende Verlagsabgabe oder es müssen halt zusätlich noch alte Schulbücher mitgeschleppt werden (mit der Begründung, dass nur so das pädagogisch wertvolle Schulfeeling sich im Schüler entfalten kann - jede Wette, da finden sich hinreichend Psychologen, die das genau beweisen können.)

gruß
thomas

A_B

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 08:12

Selbst wenn der Preis der gleiche wäre, wie es bei der Printausgabe, wäre es trotzdem ein riesen Gewinn. Wenn ich sehe, was unser Patenkind (11 Jahre) an Kilo´s mit sich herumschleppen muss, würde man so viel für die Gesundheit unserer Kinder tun. 9 Kilo Schulranzen für ein Kind, das selbst gerade mal 35 kg auf die Waage bringt, empfinde ich als sehr bedenklich. Schließlich sind wir keine Ameisen...
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Tz, und unsere Gesellschaft verweichlicht immer mehr! Während der Schulsport schon immer anspruchsloser wird und jedes zweite Kind vom Arzt auf Dauer vom Sportunterricht freigesprochen wird soll auch noch die letzte Bastion körperlicher Ertüchtigung für Kinder kampflos aufgegeben werden?

Nein zu eBooks bei Schulbüchern! Ja zu kräftigen Rücken von Schulkindern! Ja zum gedruckten Schulbuch!
Man sollte es Kindern nicht zu leicht machen und jegliche Belastung von ihnen nehmen.

^^

Spaß beiseite.
eBooks hätten als Schulbücher gewisse Vorteile.
Einer davon wäre, dass man auf Amazon verzichten kann ... . Sorry, 'Verleih' ist doch schwachsinn.

eBooks als Schulbücher können erstellt werden und dann ohne Mehrkosten an so viele Schüler wie möglich/nötig verteilt werden.
Dazu können sie auch noch ohne Aufwand (im Vergleich zum Printbuch) geupdatet werden. Man muss nicht mehr für Gemeinfreie Bücher wie Faust Geld zahlen, die Bücher werden nicht mehr schlechter, durch die vielen Schülerhände, durch die sie wandern.
Mit der richtigen Umsetzung kann der Schulbetrieb viel Geld sparen und dabei auch noch die Qualität der Lehrmaterialien verbessern!

Nur wird das mit Sicherheit idiotisch umgesetzt, mit irgendeiner Lizenzpolitik, dass die Schulen bzw. Eltern sich dann die Schulbücher von den Schulbuchverlagen kaufen müssen, welche irgendwie geschützt werden sollen ... .

Eine halbstaatliche Stelle wie die BPB (Bundeszentrale für politische Bildung) sollte dafür geschaffen werden, die Schulbücher mit Steuergeldern erstellt und die dann die Schulbücher allen Schulen und allen Interessierten kostenlos zur Verfügung stellt.
Mein Blog: http://nysap.eu

zonebattler

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 10:05

eReader mögen handlicher und leichter sein als Schulbücher aus Papier, sie sind in jedem Fall erheblich empfindlicher. Ich bezweifele stark, daß Kindle & Co. hinreichend robust sind, um im rauhen Schüleralltag (Rempeleien, Herumtoben) zumindest der unteren Jahrgangsstufen lange überleben zu können. Was kosten »outdoor-taugliche«, entsprechend robuste Spezial-Reader? Wer zahlt für Ersatzgeräte durch Bruchschäden? Die Schule? Die Eltern? Die Haftpflichtversicherung? Wie sieht es im Fall der Fälle mit Ersatzgeräten aus, damit das Kind nicht tagelang ohne »Handbibliothek« dasteht? Wer administriert die Geräte, den aufgespielten Buchbestand, die allfälligen Aktualisierungen? Sicherungskonzept? Kostenaufteilung? Das Thema ist weit komplexer, als einige Diskutanten anzunehmen scheinen. Über Bürokratismus und Innovationsfeindlichkeit herzuziehen ist populär und erntet allerorten Applaus (bürokratisch und innovationsfeindlich sind ja immer nur die anderen), aber damit sind die realen Probleme einer solchen Produkteinführung weder angesprochen noch ansatzweise gelöst...

Beste Grüße,
Ralph

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 11:15

Grundsätzlich meinte ich in meiner Aussage mal ausnahmsweise nicht unbedingt einen klassischen E-Reader. Eher an ein vernünftiges Tablett, oder gar ein robustes Nootbook. Selbst mein ausgewachsener 17-Zoll Laptop von Alienware, der ein Gehäuse aus Magnesium hat, ist mit 4 kg. leichter, als jeder Schulranzen.
Und wenn man mal die Akkulaufzeiten außer acht läßt (schließlich sind inzwischen die meisten Schulen mit Steckdosen an jedem Sitzplatz ausgestattet) überwiegen dann die Vorteile bei weitem.
Ansonsten sehe ich in den nächsten Jahren für farbige E-Ink´s eine Zukunft, die auch großformatige Tabletts leichter und vor allem Energieeffizienter machen würden.

Zitat

Tz, und unsere Gesellschaft verweichlicht immer mehr! Während der Schulsport schon immer anspruchsloser wird und jedes zweite Kind vom Arzt auf Dauer vom Sportunterricht freigesprochen wird soll auch noch die letzte Bastion körperlicher Ertüchtigung für Kinder kampflos aufgegeben werden?

Nein zu eBooks bei Schulbüchern! Ja zu kräftigen Rücken von Schulkindern! Ja zum gedruckten Schulbuch!
Man sollte es Kindern nicht zu leicht machen und jegliche Belastung von ihnen nehmen.
Hier hoffe ich mal, daß das wirklich ein scherz war. ?( Denn ein schwerer Ranzen hat nichts mit Rückentraining zu tun, sondern schädigt den noch im wachstum befindlichen Knochenbau extrem!

Zitat

Allerdings muss man auch sehen, dass es durchaus Schulen gibt, bei denen die Lehrmaterialien in der Schule bleiben. (und da die durch viele Hände gehen auch im entsprechenden Zustand sind - die andere Seite der Medallie).
Was nützt es einem Schüler, wenn er seine Schulbücher in der Schule lassen kann, er jedoch die Bücher auch für seine Hausaufgaben braucht? So ist der Zustand bei unserem Patenkind. Er schleppt also zu 90 % doch sämtliche Bücher täglich hin und her.
Es lebe Calibre mit seinen durchaus hilfreichen Addon´s :D Alle Deppenappostroph´s sind mein. :sleeping:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »fireblade22« (20. Juli 2011, 11:25)


a.peter

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 11:35

(schließlich sind inzwischen die meisten Schulen mit Steckdosen an jedem Sitzplatz ausgestattet)


Hast Du dafür eine statistisch relevante Quelle? Die von meinen Kindern bekannten Schulen haben keine Steckdosen an den Sitzplätzen, womit die momentanen Tablets für einen kompletten Schultag ausfallen.

fireblade22

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 11:45

Zitat

Hast Du dafür eine statistisch relevante Quelle? Die von meinen Kindern bekannten Schulen haben keine Steckdosen an den Sitzplätzen, womit die momentanen Tablets für einen kompletten Schultag ausfallen.
Natürlich habe ich da keine statistisch relevante Quelle. Sorry dafür. Ich ging wohl zu sehr von den Schulen in meinem Umfeld aus, wo selbige überall vorhanden sind. Das klassische Tablett, würde ich auch momentan noch nicht als das passende Gerät sehen. In meinem beruflichen Umfeld (Ich arbeite in der Stahlindustrie im Walzbetrieb), wo naturgemäß viel Schmutz und extreme Temperaturschwankungen vorherrschen, arbeiten wir mit Tabletts, die all das locker wegstecken. Sie sind naturgemäß etwas schwerer als ein I-Pad, voll gummiert und haben Akkus, die locker einen Arbeitstag durchhalten. Insofern sehe ich durchaus Chancen, auch ein "schülertaugliches" Tablett oder Nootbook zu bauen. ;)
Es lebe Calibre mit seinen durchaus hilfreichen Addon´s :D Alle Deppenappostroph´s sind mein. :sleeping:

zonebattler

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 12:25

Steckdosen mag es in Berufsschulen, in Physik- und PC-Leersälen längst flächendeckend geben, aber im »klassischen« Klassenzimmer für alle nichttechnischen Fächer? Da gibt es das allenfalls an den Wänden (-> Kabelsalat, Stolperfallen), gelegentlich im Fußboden in versenkten Auslässen mit Klappe (-> teurer Doppelboden) oder bei fest eingebauten Möbeln (-> ungeeignet zum schnellen Umbau für spezielle Lehr-Situationen). Von der Unfallverhütungs-Problematik fange ich erst gar nicht an, aber meine Erfahrungen als Fachtrainer in der Erwachsenenbildung (wo abgescherte Maus- und Tastaturkabel und andere Hardware-Ausfälle durch Bediener-Doofheit weit weniger selten sind als man meinen sollte) lassen mich befürchten, daß der theoretische Nutzen von eBooks in der Schule in keinem rechten Verhältnis zum (als Zeitansatz gar nicht vorhandenen) Aufwand für das Herstellen der Einsatzbereitschaft und das Erhalten der Betriebsfähigkeit steht.

Wer schon mal 10 Leute am PC geschult hat, der weiß, wie schnell die Zeit (und der eigene Schweiß) dahinrinnen, wenn bei einem was nicht so geht, wie es gehen soll. Bei Kindern kommt dürfte es noch schwieriger sein, die von einer Störung nicht Betroffenen ruhig und diszipliniert zu halten, während man sich um die Problembehebung bei einem kümmert. Und daß bei irgendeinem von 30 Kids der Apparillo nicht so tut, wie er tun soll, scheint mir kein konstruiertes, sondern sehr realistisches Szenario zu sein: Beim einen hat der große Bruder einen Hack eingespielt, beim anderen klemmt die Blättern-Taste aufgrund reingelaufener Cola, bei der dritten ist das benötigte Buch nicht aufzufinden und alle anderen haben aufgrund unterschiedlicher Schriftgrößen auf Seite 32 ganz was anderes auf dem Schirm stehen als die Lehrerin...

Das alles soll kein Plädoyer gegen den technischen Fortschritt an Schulen sein, aber doch ein Hinweis darauf, daß an sich naheliegende Ideen in der Implementierungs-Praxis diverse Probleme mit sich bringen, die idealerweise vorher, mindestens aber zeitgleich mit der Einführung zufriedenstellend gelöst werden müssen.

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »zonebattler« (20. Juli 2011, 12:38)


jadedo

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 12:44

und alle anderen haben aufgrund unterschiedlicher Schriftgrößen auf Seite 32 ganz was anderes auf dem Schirm stehen als die Lehrerin...
Das ist, da es hier ja um den Kindle geht, kein Problem, da dieser mit Locations arbeitet, die wiederum unabhängig von der Schriftgröße sind.

Ansonsten hast du meine Zustimmung.
Cada loco con su tema.

Thomas D.

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 13:50

Hallo,

nun... was Inovations bzw. Technikangst der Deutschen angeht kann man ganz einfach vergleichen: Seht euch an wann und wie neue Technologie in Ländern wie Japan, Südkorea oder meinethalben auch den USA angenommen wird - und vergleicht mit hier. Dort fragt man halt zuerst nach den Chancen und nicht nach möglichen Risiken (oder versucht gar letztere mit aller Gewalt zu konstruieren).

Allerdings... glaube ich auch, dass heutige Tablets nur bedingt für den Schuleinsatz geeignet sind. Ich würde da z.B. noch eine Stifteingabe für sehr wichtig halten, natürlich auch weitergehende Vernetzung. Nur alte Lehrbücher elektrisch zur Verfügung zu stellen, ist da viel zu kurz gedacht. Der große Schritt wäre die Nutzung der damit verbundenen Multimedia, Kommunikations und Vernetzungsmöglichkeiten. Daher denke ich auch, dass das was wir unter eReader verstehen, da eher der falsche Ansatz ist. Damit könnte man nach heutigen Stand der Technik in der Tat nur Schulbücher ersetzen - und das reicht bei weitem nicht. Wir haben 2011 und lehren die Schülern mit den Mitteln von vor 50 Jahren. Schon mal drüber nachgedacht, warum bei Bildungsstudien üblicherweise Japan und Südkorea ganz vorne stehen?

gruß
thomas

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 14:07

Daß ich den Kindl auch als eher ungeeignet halte, habe ich weiter oben im Prinzip ja schon erwähnt. Wie gesagt rede ich hier von geeigneten Tablets oder Nootbooks. Diese entsprechend robust zu bauen, daß sie auch eine Coladusche locker wegstecken ist auch kein Problem. Denn wie ebenfalls oben schon erwähnt, arbeite ich in der Industrie bereits mit solchen vernetzten "Tabletts". Die Technik dazu ist also definitiv vorhanden. Natürlich würden solche Geräte einiges kosten. Wenn ich jedoch sehe, was die Bücher für ein einziges Schuljahr kosten, sehe ich da schon Chancen, den finanziellen Aufwand auf etwa gleichem Niveau zu halten. Der Staat (in diesem Fall die Länder) geben für so viel Unsinn Geld aus, daß es an der Bildung unseres Nachwuchses nicht mangeln sollte.
Es lebe Calibre mit seinen durchaus hilfreichen Addon´s :D Alle Deppenappostroph´s sind mein. :sleeping:

zonebattler

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Mittwoch, 20. Juli 2011, 14:10

@ Thomas D.: Ich bitte um Beispiele von (gerne Links zu) diesbezüglichen Studien. Möglicherweise versteht man in Korea und Japan, ja überhaupt in fernöstlichen Gesellschaften, unter »Bildung« etwas anderes als hierzulande (noch). Für das Schulen von Basis-Qualifikationen wie logisches und assoziatives Denken, Abstraktionsvermögen und das Denken in Zusammenhängen sowie für das valide Herleiten von Schlußfolgerungen halte ich multimediales Gezappele und Getröte für eher kontraproduktiv. Das mag für die konkrete Ausbildung zum qualifizierten Ausüben von Tätigkeiten anders ausschauen, aber das hat dann mit »Bildung« nicht mehr viel zu tun...

P.S.: Unkritische Technikverliebtheit scheint mir genauso fragwürdig zu sein wie unreflektierte Technikfeindlichkeit.

Beste Grüße,
Ralph

Thomas D.

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20

Mittwoch, 20. Juli 2011, 15:21

Hallo,

na nimm doch die vielzitierten Pisastudien:

http://www.oecd.org/document/53/0,3746,d…1_1_1_1,00.html

z.B. ist zwar 2009 (die neueren find ich da auf die schnelle nicht). Zeigt aber, was ich meine.

gruß
thomas