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mooz

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Samstag, 29. November 2008, 13:41

Iphone: Die Zukunft des mobilen Lesens???

32%

Ja (6)

68%

Nein (13)

Hallo alle zusammen,

mich würde brennend interessieren was ihr von den Behauptungen mancher Onlinemagazine und Tageszeitungen haltet, dass das Iphone ein ernstzunehmender Konkurrent für die E-bookreader werden könnte. Beziehungsweise: Welche Meinung habt ihr zum mobilen Lesen auf Handys?



Quelle:
Engadget(DE)
diePresse.com
derstandart.at

Ich finde ja solche Entwicklungen furchtbar, wie man sie in Japan beobachten kann, wo teilweise Bücher abschnittsweise in SMS-Form ausschließlich für Handys geschrieben und in einem Art Abonnement täglich oder wochenweise an die Leser verschickt werden. Ganz vom Lesekomfort auf so einem kleinen Display zu schweigen. Für mich sind Handys (Iphone) KEINE Alternative zu der neuen Art von E-bookreadern.

Interessant ist es aber trotzdem, zu sehen wie Apple plötzlich versucht auf den E-bookreader Hype aufzuspringen, der aus einem ganz anderen Grund entstanden ist. Nämlich daraus, dass mit der E-inktechnologie E-bookreader immer Ergonomischer wurden und nun ein Level erreicht haben in dem sie sich nicht vor herkömmlichen Bücher verstecken brauchen. All diese Ergonomischen Verbesserungen, bis auf die gestiegene Verfügbarkeit von Büchern (UMTS), besitzt das Iphone NICHT und ist somit in meinen Augen ein Rückschritt der allerdings durch apple-typisches Marketing als unglaubliche Neuerung angepriesen wird. Folge: Kunden ziehen mit und die Presse übernimmt in stupider Weise auch noch Werbeslogan und Statistiken, ohne die Situation zu hinterfragen.

Und dass alles obwohl Steve Jobs noch vor ein paar Monaten DIES auf die Frage nach einem Apple - Ebookreader geantwortet hat.

UPDATE 13.12.08
Okay die Abstimmung läuft nun bereits ca. 2 Wochen und es wurden noch nicht viele Stimmen abgegeben. Dennoch haben 100% für NEIN gestimmt.
Um die Sache ein bisschen interessanter zu machen, betrachten wir doch einmal die Vorteile des Iphones gegenüber den E-bookreadern:
Vor ein paar Tagen hat nämlich die zweitgrößte Verlagsgruppe der Welt, die Penguine Group, ein neues Konzept vorgestellt indem vor allem der Webservice von e-books stark verbessert wurde. All diese Funktionen macht die Penguine Group den Iphonenutzern über eine exklusive Software zugänglich, die in naher Zukunft auch eine Shoppingmöglichkeit für e-books erhalten soll. Der Nutzer kann dann mobil im Zug oder bei Starbucks seine Bücher kaufen.
Dies ist ein großer Vorteil da solche Funktionen nur das Kindle von Amazon bis jetzt zur Marktreife getrieben hat. Alle anderen E-bookreader müssen immer noch mühselig über USB oder Wlan vom PC aus mit Inhalten gefüttert werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »mooz« (17. Dezember 2008, 19:39)


Philipp

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Mittwoch, 17. Dezember 2008, 22:18

Ich finde diese Diskussion ebenfalls sehr spannend. Ich habe das iPhone nun schon des öfteren bei verschiedenen Freunden sehr genau ausprobiert und muss sagen alles in allem ist es schon ein tolles Gerät, aber: Meiner Meinung nach für das Lesen von Büchern ebenso ungeeignet wie alle bisherigen Technologien vor E-Ink.

Ich persönlich kann auf einem Display mit Hintergrundbeleuchtung und nicht so ruhigem Bild nicht für längere Zeit (mehrere Stunden am Stück) lesen. Für einen kurzen News- Artikel aus dem Internet zwischendurch eignet sich das iPhone sicherlich hervorragend, aber für das Lesen langer Texte ist es zu E-Ink Geräten meiner Meinung nach kein Konkurrent...

Ich kann diesen "Hype" deswegen ebenfalls nicht wirklich nachvollziehen. Einziger Vorteil: Diejenigen, die bereits ein iPhone besitzen, müssen keine weitere Investition tätigen und haben es meistens immer bei sich.

piterm2009

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Montag, 22. Dezember 2008, 19:00

Meinte das Iphone ist ein funktionelles gut vermarktetes Produkt. Klasse Marketing von Apfel. Es gibt zahlreiche technisch bessere Handys - wobei diese Besitzer nicht rundum versorgt sind - dies macht Apfel perfekt.
Weder HTC noch Iphone wird ernsthaft eine Zukunft sein, auch nicht die virtuelle Brille mit eingebauten INet (sehr anstrengend).

Das iLiad von iRex hat eine nette Zwischengrösse, kann auch ein paar Notitzen aufnehmen, für Bemerkungen oder überarbeiten perfekt. Das grosse (1000) zu schwer, A4 Seite auch nicht richtig lesbar. Mit Mobipocket beide ausgezeichnet.
Immerhin kann man im Zug mehrere Stunden ermüdungsfrei lesen/schreiben. Accu läuft und läuft.
Die Tasche des iLiad ist für mobiles zu schwer ... solche kleinen Dinge fehlen.
Die Entwickler haben ein tolles Gerät gezaubert - und hier beginnt von der Grösse aus meiner Sicht digitales Lesen - ein bissel Licht vorrausgesetzt .. ;-)

mooz

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Montag, 29. Dezember 2008, 14:20

Auch das Gutenberg Projekt hat nun in seinem Blog bekannt gegeben das alle Bücher mit Hilfe der Software PG(Projekt Gutenberg) Mobile in handykompatible Formate umgewandelt werden können. (Quelle) Außerdem wurden noch grundsätzliche Themen angesprochen die die Frage nach dem "mobilen Lesegeräten der Zukunft" aufwerfen ließen. (Quelle)

Zitat

Why using Amazon’s proprietary Kindle when you can use your mobile phone instead? Today’s cell phones offer excellent screens and massive computing power to ensure best reading comfort. Mobile books do not weigh much and you can carry them with you wherever you are.


Philipp

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Dienstag, 30. Dezember 2008, 23:59

Das ist ja mal interessant... Allerdings meiner Meinung nach die falsche Entscheidung.
Warum wird da wieder noch ein weiteres neues Format eingeführt, für das wiederrum neue Lesesoftware nötig ist!?

Die Bücher könnten doch genausogut im Mobipocket- oder ePub- Format gespeichert und dann auch auf Mobiltelefonen angezeigt werden... Nur eben auch auf einer Menge anderer Geräte, wie z.B. E-Ink Reader... Auch die Argumentation unterstütze ich wie gesagt nicht... Ich schleppe gerne ein Gerät mehr mit mir rum, wenn es damit tatsächlich möglich ist, lange Texte zu lesen. Und mit einem Handydisplay ist das für mich definitiv nicht der Fall...

Der Leser

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Freitag, 2. Januar 2009, 16:50

Die Zukunft des mobilen Lesens wurde durch das iPhone befördert!

Es ist bestimmt nicht verkehrt, wenn auch mal jemand schreibt, der auf dem iPhone mobil liest. Bisher habe ich nie einen extra Reader benutzt. Da musste das Notebook herhalten. War aber nicht immer möglich überall mit dem Notebook zu hantieren. Wie für viele andere Sachen gilt auch hier, der beste Reader ist der, den man oft benutzt.

Das iPhone ist immer dabei und man sieht nicht unbedingt, was damit gemacht wird, ein Vorteil! Man kann sich die Helligkeit und die Schriftgröße auf dem iPhone gut den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Ich habe damit schon locker 5 Stunden am Stück gelesen. Es flimmert nicht, und strengt die Augen nicht viel mehr an, als das Lesen in einem Buch. Readersoftware gibt es im Appstore für alle Formate. Leider bildet das verschlüsselte Mobipocket die Ausnahme.

Die vielen Formate und das fehlende Leseangebot (in deutscher Sprache) sind der eigentliche Knackpunkt für die Zukunft des mobilen Lesens. Da hilft auch keine noch so tolle neue Technologie für elektronisches Papier.

piterm2009

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Sonntag, 4. Januar 2009, 13:01

die Japaner machten mal eine Uhr ...

Zu den Beiträgen des alles könnendenden iPhones, die Japaner bauten eine Uhr um - guckst Du nicht mehr Zeit - sondern SMS. Kannst auch Lesen Bibel.
Nach 5 Stunden lesen auf Zwiebel am Arm bekommen extra Brille und gratis 20 Aspirin - und für Nerven 1 RedBullo.

Spass beiseite, der Vergleich iPhone als effektives oder effizientes Lesegerät ist wie ein Vergleich zwischen Tretroller und Porsche.
Die Uhr ist zu finden hier .. viel Spass beim 5-stündigen Lesen. Vielleicht doch besser 3-zeilig ?



Ein Klasse Telefon mit vielen technologischen Alleinstellungsmerkmalen - hier (übrigends hats echtes GPS); auch damit könnte man Lesen, das mache ich lieber mit dem iLiad
Fragst Du einen Apfelhändler kann das Ding alles .. , ich fragte bei Kauf meines neuen HTC .. ob es auch telefonieren kann .. der Händler stutzte wenige Sekunden, war verunsichert,
lachte und meinte nach einigem Zögern "ja auch".

mooz

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Samstag, 10. Januar 2009, 17:40

Gestern wurde bekanntgegeben, dass der Iphone e-bookreader "Stanza" im letzten Jahr 1 Millionen mal gedownloadet wurde. Quelle Auch die deutschen Verlage scheinen sich schon auf das Iphone vorzubereiten. Nach den amerikanischen Verlagen Pan Macmillan und Penguin Books werden nun auch Random House und der Zu Klampen Verlag e-books speziell für das Iphone und den Ipod-touch anbieten. Quelle

@piterm2009

Zitat

Spass beiseite, der Vergleich iPhone als effektives oder effizientes Lesegerät ist wie ein Vergleich zwischen Tretroller und Porsche.
Das mag vielleicht stimmen, aber solche Downloadzahlen zeigen deutlich, dass es für viele eine Option zu den konventionellen E-bookreadern ist.
Und es ist ja auch so, dass der E-book Shop der Hinter einem Gerät steht, meiner Meinung nach, genau so wichtig ist, wie das Gerät selbst. Gerade hier holt das Iphone seinen Rückstand im Lesekomfort wieder auf und lässt seine E-ink Konkurrenten alt aussehen.

@Der Leser

Zitat

Die vielen Formate und das fehlende Leseangebot (in deutscher Sprache) sind der eigentliche Knackpunkt für die Zukunft des mobilen Lesens. Da hilft auch keine noch so tolle neue Technologie für elektronisches Papier.
Bin genau deiner Meinung. Hoffentlich kommt bald ein Highroller (Amazon/Sony) in den europäischen Handel und bringt ein vernünftiges Shop system mit, bei dem auch Bestseller vertreten sind.

##UPDATE 11.01.##


Zu Geil :D : Schaut euch mal die Seite vom Astak EZreader an. Das ist mal ein gutes Shop System. (IRONIE)
Man kann halt orginal Bücher im Shop kaufen. Aber jetzt kommts. Die laufen dann nicht auf dem Gerät. Nur die Bücher in der Kategorie "Free-books" (von GutenbergProj.)

Zitat

All eBooks on this website are powered by Mobipocket eBooks common library and you can read it on your PC, but not on the EZ reader. EZ reader supports NON DRM ebooks currently. We are working hard on DRM version format and EZ reader user can update firmware from this website when it is done

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mooz« (11. Januar 2009, 12:19)


Hinnerk

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Montag, 19. Januar 2009, 07:24

ja zum iphone als Lesegerät für ebooks

ich bin ein grosser Fan von ebooks
mein erster ebookreader war ein palm vx
alle palms danach konnte man als reader vergessen -Grund waren die Farbdisplays

durch die Software Stanza macht es Spass mal eben ein ebook oder anderes Dokument aufs iphone zu ziehen

zB bei Gutenberg - link auf das Stanzaikon ziehen - dann per wlan download aufs iphone - einfach geil

dito jedes pdf

ich lese jeden Tag mehrere Stunden auf dem iphone

gruss hinnerk

ps ich warte auf das richtige epapier (wie eine laminierte A4 Seite)

10

Donnerstag, 29. Januar 2009, 15:35

Für jede Aufgabe das richtige Werkzeug

Das iPhone ist gut für unterwegs und SMS ist gemacht für wirklich kurze Mitteilungen wie "Besprechung erst um 14:30 Uhr"

Aber Romane damit lesen halte ich sogar für ungesund.

Und ein Lesegerät ist ein Lesegerät, aber alles verkommt zu Multifunktionsgeräten die alles ein bisschen aber nichts richtig können. :cursing:


Aber dass ich mit dem iPod touch keine Todo's oder Notizen synchronisieren kann ist schon bitter... ;(

Vance

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Mittwoch, 11. Februar 2009, 13:00

Um die Frage mal zu teilen:

Technisch gesehen ist das nicht die Zukunft:

Mein lBook (= wie das Bebook ein rebandeter baugleicher Jinke Hanlin V3) macht meinen Augen definitiv mehr Spaß als ein Palm OS Gerät oder IPhone es könnte. Was technisch kommen wird und muss, damit e-reader "bei den Massen ankommen" ist aber die Möglichkeit des direkten Downloads von Inhalten auf das Gerät ohne Zwischenstufe. Dass Amazon oder ein anderer Laden damit Kunden fesselt ist allerdings nicht die Lösung. Mal sehen was PlasticLogic uns da noch servieren wird.

Praktisch gesehen öffnet es einen Markt:

Ich habe tatsächlich auch auf nem Palm Zire 72 Bücher mit dem Mobipocket-Reader gelesen und tue das immernoch. Weil ich mit dem Ding rumlaufe und es sowieso überall dabei habe: In der S-Bahn, beim Arzt im Wartezimmer, sogar in einer extralangen Warteschlange bzw bei Verspätungen. Da ist schon ein bebook einfach "zu groß" zum immer dabei haben. Das kann ich in den Koffer packen wenn ich voraussehen kann, dass ich unterwegs bin und Lehrlauf habe. (Und dann ist das Ding genau das was ich brauche um privat zu lesen. Der richtige e-reader zur Darstellung von A4 Inhalten fehlt uns (trotz IRex) ja noch. Der wird den Gechäftskunden und Zeitungsmarkt erschließen.)

Genauso wie mit einem WinMob, Palm oder sonstigen Gerät ist es mit dem IPhone - wer es hat hat es sowieso dabei. Es kann und wird also ein wesentlicher Anschubfaktor für lesbare Inhalte. Natürlich ist das nicht so gesund. Aber wie gesund sind schon z.B. MP3-Player ;) ....

@mooz

Zitat

Ich finde ja solche Entwicklungen furchtbar, wie man sie in Japan beobachten kann,
wo teilweise Bücher abschnittsweise in SMS-Form ausschließlich für
Handys geschrieben und in einem Art Abonnement täglich oder wochenweise
an die Leser verschickt werden.
Das ist ein Aspekt unter vielen. Aber etwas Ähnliches werden wir hier mit Sicherheit auch einmal zu sehen bekommen. Wer neben seiner Tageszeitung auch seine/n Lieblingsautor/in im Abo haben möchte ... warum soll er das nicht können ? Wirf den Verlag raus und abonniere den täglichen Comic / das Gedicht der Woche vom Künstler deines Vertrauens direkt ... das wär doch was. 8)

@mooz

Zitat

Zu Geil :D : Schaut euch mal die Seite vom Astak EZreader an. Das ist mal ein gutes Shop System. (IRONIE)

Man kann halt orginal Bücher im Shop kaufen. Aber jetzt kommts. Die
laufen dann nicht auf dem Gerät. Nur die Bücher in der Kategorie
"Free-books" (von GutenbergProj.)
Ach Du Schande. Die armen Leute haben die Vermarktung des EZreaders völlig an mobiebook abgegeben und verkaufen sonst nicht selbst ?! Unter den derzeitigen Umständen völliger Knieschuss natürlich. Aber der Astak EZ reader (aka Bebook aka lBook aka usw aka Jinke V3...) kann wie alle anderen noch eben nur DRM-freie Mobipocket Dateien darstellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vance« (11. Februar 2009, 13:15)


12

Mittwoch, 25. Februar 2009, 18:25

Gehen wir vielleicht alle zu sehr von der Technik aus?

Sicher, sie bestimmt den Komfort einer Handlung, die uns von den Papiermedien her eine selbstverständliche scheint. Aber das Lesen ist sozusagen kulturell selbst im Wandel. (Man denke nicht nur an Pisa und den Verlust von Kompetenzen, sondern auch an den "Iconic Turn", die Atomisierung der Information selber in Bits, die Akzelerierung jeglicher Arbeitsschritte und Verkürzung der Zeitfenster für Informationsaufnahme... und noch vieles mehr).

Von daher ist auch die Spekulation darüber, OB mobiles Lesen kommt, müßig. Wer mal in Shinjuku Station warten oder sogar einsteigen musste, versteht, dass diese Handy-Romane, Anime in Text-Form, sehr gut geeignet sind, sich einerseits sozial zu separieren, andererseits dabei nicht blöde zu werden ob den "modernen" Zumutungen; man hängt eben nur an der drahtlosen Nabelschnur der Bit-Zufuhr, aber die liefert gewissermaßen ein Soma, das einem die mentale Befindlichkeit erleichtert.

Vielleicht müsste man mal genauer über das Lesen selber nachdenken, sogar, was es hirn-physiologisch ist <i>und</i> bedeutet. Mit dem Spielzeug (dem Vergleichen von Features), das man in der Hand hält, hat es vielleicht viel weniger zu tun, als wir glauben? Das ist gerade die Front, an der alle die leicht markthysterische Entscheidung vermuten, aber die fällt womöglich mal wieder anderswo? (Man denke an SMS und das Tele-FON.)

Und sie fällt sicher auch vom Content her. Ein Mensch bei Spiegel-online (Konrad Lischka) hat neulich mal darauf aufmerksam gemacht, wie altmodisch Romane eigentlich sind. Lesen wir denn alle nur die Bestsellerliste rauf und runter? Scheint so. Aber abgesehen davon, dass immer noch alle die braven Geschichten erwarten, könnten die Content-Zufuhren bald ganz anders aussehen, und auch ganz andere sein. Kürzer. Aktueller. Relevanter für den persönlichen Bezug. Usw. Die Technik der Aufbereitung der Inhalte ist womöglich wesentlicher als das Auflösungsvermögen der Schirme, hinter denen wir dann alle stecken werden?

mooz

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Freitag, 27. Februar 2009, 09:46

Wir müssen von der Technik ausgehen!

Was bleibt uns denn anderes übrig. Klar können wir uns Gedanken darüber machen wie sich die Lesestrukturen in den nächsten Jahren verändern werden, aber wir bzw. viel mehr die Firmen müssen sich Überlegen wie sie das Buch, wie wir es jetzt kennen, so perfekt wie möglich in seiner Ergonomie imitieren können.
Das heißt nicht, dass es die gleiche Form/Größe/Gewicht oder Auflösung haben soll, sondern wie nahe man beim Lesen aus einem e-bookreader an das Gefühl des Lesens aus einem Buch herankommt, denn nur ein Gerät das dies schafft wird sich auch verkaufen und nicht ein e-reader der sich an den Lesegewohnheiten der nächsten 5-10 Jahren orientiert.
Deshalb lautet die Frage, welche Geräte imitieren Bücher am besten (Iphone/ebookreader/etc.) oder bringen extrafeatures mit, die ergonomische Schwachstellen ausmerzen?


14

Freitag, 27. Februar 2009, 15:02

Hallo! Ist mein erste post hier, spannende Geschichte!

Also ich glaube dass es irgendwann den gleichen weg gehen wird wie es schon bei Ipod und Handy gesehen haben, und zwar dass es einen zusammenschluss der systeme E-Reader und Handy geben wird. Man muss immer davon ausgehen dass das Handy das einzige geraet ist dass man dauerhaft dabei hat/haben muss, daher werden sich alle anderen geraete soweit dass moeglich ist darin vereinen.



Und wenn man sich den Sony 700 mal anschaut ( http://www.e-reader-reviews.com/2009/sony-prs-700/ ) ist dass doch schon die erste stufe zum Iphone, mit touchscreen usw., da fehlt dann auch nicht mehr viel, oder?;-)



Besten Gruss,

Daniel

www.lobalized.com

mooz

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Freitag, 27. Februar 2009, 17:11

Hallo Daniel alias lobalized,

willkommen im Forum.
Ja das stimmt. Die Geräte werden sich auf jeden Fall annähern und wir werden in den kommenden Jahren vermehrt Handys mit e-reader Funktionen finden. Letztes Jahr hab ich sogar einen Bericht über Nokia auf der Systems Messe in München geschrieben. Der finnische Handyhersteller präsentierte dort eine Konzeptstudie unter dem Namen C2. Es war ein auseinanderklappbares E71 mit innenliegendem E-inkdisplay.
Bild von der Pressekonferenz


16

Sonntag, 1. März 2009, 15:15

Besser: Die Technik auflösen, sie zum Verschwinden bringen!

Ja, das ist sicher die sich an unmittelbarer Akzeptanz orientierende Überlegung.

Aber was ist mit der schon berüchtigten „Nachhaltigkeit“, mit weitergespannten Unternehmensvorausschauen?

Überall arbeitet man am customizing, und da soll ich so lesen müssen wie alle? Oder jedes halbe Jahr ein neues teures Ding kaufen, zahlen, dass ich das Versuchskaninchen sein darf?

Ich verstehe schon: Im Land der [ehemaligen] Dichter und Denker — das dazu oft überraschend veränderungsunwillig ist — muss man erst man den Schritt in die Tür kriegen. Da aber hierzulande üblicherweise keine early adopter den Markt anschieben, sondern entweder professionelle User oder — im Masseneffekt — eine Mindestanzahl wirklich Geneigter, würde ich als Marketingchef versuchen, weg von der Featuritis zu kommen, die viele ältere Leute schon bei ihren Mobiltelefonen verschreckt und überlegen: Was ist für welche Leute denn „Lesen“?

Denn jetzt sind wir in der paradoxen Situation, dass die Geräte zu einem großen Teil von Leuten bestimmt werden, die eigentlich die klassischen Nichtleser sind: Männer im Job, die eher Information „aufnehmen“ (und also höchstens Fachzeitschriften lesen).

Der Zerstreuung Suchende oder der Wochenendschmöker etwa, der seine Nase in den Bestseller stecken will: das ist überwiegend eine „sie“, und solcherart Lesen ist - auch ökonomisch - weiblich bestimmt. Der „schöngeistige“ leser, obwohl im Schwinden, bestimmt aber die Vorstellung vom Lesen noch weitgehendst mit. Dann die Frau beim Friseur oder der Urlaubsentspannungsleser oder der Schüler — auch das noch Vielleser —: sie alle aber je in einer anderen Lese-Situationen mit anderen Bedürfnissen.

Gut, die Antwort könnte zu einem Gutteil die Technik liefern: Ein rundum gelungenes Ding für alle. Aber eben hier kommt die Haltung zur Technik selbst zum Ausdruck, mit anderen Worten: Eine fehlende Übersetzung des Technischen in die kulturelle Technik Lesen. Das war es, worauf ich abzielte und was mir immer noch jedes Mal auffällt.

(Man sehe sich nur mal die Argumente der fröhlichen eReader-Verweigerer an: Kann es nicht mit in die Badewanne nehmen... kann keine Eselohren reinmachen... hab keine Lust mit noch mehr Aufladegeräten zu hantieren usw. Die Lesesituation gehört zum Lesen dazu. Lesen kann leicht in Anlässe separiert werden und wenn man da jeweils die Wahl hat, wird man bei den Medien seinen persönlichen Vorlieben folgen können.)



Meine persönliche Anforderung wäre: Dass ich potenziell ALLES drauf lesen können will!

Meine über WLAN selber-komponierte Zeitung... wie auch die Mails meiner Freundin und einen Textentwurf für mein Blog und das Expose für eine anstehende Arbeit usw. Niemand soll mich seine technischen Beschränkungen fühlen lassen — das entmächtigte nämlich wiederum die Technik bzw, ihr Versprechen selber! Abgesehen davon, dass es bevormundend wäre, ähnlich wie das lange Desaster mit DRM.

Romane würde ich aber vielleicht nicht auf einem eReader lesen wollen (auch nicht auf Reisen). Wenn es dann also noch unterhaltende Kurz-LESE-Formate gäbe... wäre das für mich ein weiteres Argument mehr dahin.

mooz

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17

Montag, 2. März 2009, 15:44

5.000 E-Books auf dem iPhone verkauft

Ich hab beim stöbern durchs Netz noch zwei, zum Thema sehr passende, Artikel gefunden.
Börsenblatt.net
Buchreport.de
Nebenüberlegung: Vielleicht sind diese IphoneKunden ja bereits die zukünftigen ebookreader-Besitzer.


Vance

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18

Mittwoch, 4. März 2009, 10:21

Apple meint: Aber klar ! Jetzt im App-Store: Der Kindle-Format-Reader fürs iphone

Die Damen und Herren aus Cupertino , Cal., haben offenbar entschieden, dass das iphone sehr wohl eine Zukunft als ereader hat und nehmen einen kräftigen Biss aus Amazons Kindle-Kuchen. Aber da der Content offenbar über Amazon erworben werden muss, haben beide was davon. Motto: Lass das halt die User entscheiden. Sehr interessant, schlau und marktwirtschaftlich ... hmhm.

Vgl. http://www.theiphoneblog.com/2009/03/03/…unes-app-store/

und: http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=41015

Gruß

vance

Update 12:00

Inzwischen ist die Meldung auch bei SPON angekommen:

[url]http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,611255,00.html
[/url]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vance« (4. März 2009, 12:08)


19

Dienstag, 10. März 2009, 03:18

Display zu klein und nicht geeignet um im Sonnenschein zu lesen ... das ist sicherlich nicht die Zukunft des Lesens.

Olivera

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Mittwoch, 29. April 2009, 13:38

Ich lese sehr gerne auf meinem iPhone. meiner Meinung nach ist der einzige Nachteil, dass nach einem Tag viel lesen der Akku leer ist und ich es erst wieder aufladen muss, wenn ich z.B. telefonieren will.

Ich finde das Display zum Lesen klasse und habe mehrere tausend Seiten auf dem Gerät gelesen. Der große Vorteil ist, dass das Display viel kontrastreicher und schärfer ist und die Farbdarstellung gefällt mir auch sehr gut. Die Schrift auf dem iPhone ist viel besser und damit leichter lesbar als auf einem Reader. Außerdem finde ich es gut, dass ich die Helligkeit schnell und einfach an die Umgebung anpassen kann. Ich kann nicht feststellen, dass meine Augen beim iPhone schneller ermüden als beim Sony PRS 505 oder einem gedruckten Buch.

Toll finde ich auch, dass es immer wieder eBooks im App Store gibt, die zunächst kostenlos sind und erst später kostenpflichtig werden.
Ich habe auch schon mit dem iPhone in der Sonne gelesen und wüsste nicht, warum das nicht gehen sollte. Man hält es einfach so, dass es nicht blendet.