Ich habe die Nachricht so verstanden, daß Amazon Macmillan aus dem Sortiment geworfen und nicht umgekehrt Macmillan sich zurückgezogen hat. Hintergrund allerdings, so hoermal, höhere Geldforderungen von Macmillan. Dazu muß man aber wissen, daß durch die Dumpgingpreise von Amazon bei Ebooks, die in den USA dann auch gleich die Printbände mitreißt, einige Verlage kurz vor dem Ruin stehen. (Hat sich mit Maggis Beitrag überschnitten, lese gerade daß sich Macmillan durchgesetzt hat.)
Apple macht das Geld ja auch mit der Ipod Hardware und nicht mit der Musik.
Wenn du einen Ipod kaufst verdienen die 150-200€. Wer kauft schon 100+ Lieder bei Itunes?
Ein iPod nano, der meistverkaufte iPod, kostet im Laden weniger als 150 €.
Apple verdient sehr viel Geld mit Musik, iTunes ist inzwischen die größte und erfolgreichste Musikplattform. 30 % der Kosten gehen immer an Apple. Auch im App-Shop, für das es 1400000 Apps gibt, alle von anderen geschrieben. Dort sind das allerdings nur Peanats, einige Hunderte von Millionen Dollar, weil 90 % der Apps kostenlos sind.
Apple ist der erste Anbieter von Smartphones, der bei den Telefon- oder Internetgebühren mitverdient. A&T oder T-Mobile müssen auch ungefähr 30 % an Apple zahlen. Es gibt mehr als 40 Millionen iPhones weltweit.
Beim iPad selbst wird Apple nicht viel verdienen, der Preis ist sehr knapp kalkuliert, aber bei den Inhalten, wieder 30 %, also 5 Dollar pro Buch.
Apple hat weltweit 125 Millionen Kunden, die ihre Kreditkarte dort registriert haben und mit einem Klick einkaufen, meist bei iTunes und 2009 damit einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Dollar gemacht. Analysten rechnen mit 3 bis 6 Millionen iPads im ersten Jahr, auch hier wird der Umsatz vorwiegend über die Inhalte kommen, Zeitungen und Bücher.
Apple verdient also in erster Linie an den Inhalten. Obwohl der Verkauf von iPods im letzten Quartal rückläufig war, haben die Gewinne alle Erwartungen übertroffen.