Sie sind nicht angemeldet.

1

Sonntag, 31. Januar 2010, 11:08

Amazon verbannt ebooks von MacMillan

Gerade eben konnte ich beim Radio hören meinen Ohren kaum trauen. Der ebook Streit zwischen Amazon/Apple/Macmillan erreicht sogar die Nachrichten von SWR 3. Hintergrund ist, dass Amazon alle Bücher von Macmillan aus seinem Sortiment genommen hat, da der Verlag mehr als die üblichen 9,99$ für seine ebooks haben will. Hier könnt ihr mehr zum Thema lesen.

Mit Apple hat der Verlag sich wohl auf 14,95$ geeinigt.

Was sagt ihr dazu?

2

Sonntag, 31. Januar 2010, 11:55

Das ist nun mal die Marktwirtschaft und die Konkurrenz.... der Stärkere gewinnt und zur Stärke gehört nun mal das Geld. Bis vor kurzem wurde ja gejubelt, dass Apple in den Markt einsteigt... derweil kann man nur abwarten , grade wenn man sich ein neues Lesegerät holen will... irgendwie hab ich das Gefühl, dass man da schnell mal ein paar hundert Euro in den Wind schiessen kann :(

3

Sonntag, 31. Januar 2010, 12:59

Aber wer ist denn nun der Stärkere? Setzt Macmillan auf Apple und bessere Preise? Kann sich Amazon in Zukunft diese Dumpingpreise weiter leisten oder werden noch mehr Verlage höhere Preise fordern? Immerhin wird Amazon das Verhältnis 70/30 (eigener Anteil/Abgaben an andere) beim Preis rechtzeitig zum Appleeinstieg an deren 30/70 System anpassen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Der Einstieg von Apple wird für die Buch- und Zeitungsverlage zu einem interessanten Testfall für die Frage, wie viel der Kunde für E-Inhalte zu zahlen bereit ist.

4

Sonntag, 31. Januar 2010, 12:59

Aber wer ist denn nun der Stärkere? Setzt Macmillan auf Apple und bessere Preise? Kann sich Amazon in Zukunft diese Dumpingpreise weiter leisten oder werden noch mehr Verlage höhere Preise fordern? Immerhin wird Amazon das Verhältnis 70/30 (eigener Anteil/Abgaben an andere) beim Preis rechtzeitig zum Appleeinstieg an deren 30/70 System anpassen, um konkurrenzfähig zu bleiben.<br><br>Der Einstieg von Apple wird für die Buch- und Zeitungsverlage zu einem interessanten Testfall für die Frage, wie viel der Kunde für E-Inhalte zu zahlen bereit ist. <br>

5

Sonntag, 31. Januar 2010, 17:07

Wer der Stärkere ist, wird sich zeigen. Gab ja auch schon andere Wettkämpfe, wo meist der billigere gewonnen hat. Und bis es soweit ist, kann man anscheinend nur ein Teil des Angebotes jeweils nutzen. Wobei bei den Büchern kann es in alle Richtungen hinauslaufen, dort liegt es meiner Meinung nach an den Verlagen, die möglichst viel verdienen wollen, also gehen sie zum Anbieter der das meiste bietet. Vielleicht irre ich mich auch und der Verbraucher geht wider Erwarten als Gewinner heraus und man kann unabhängig vom Lesegerät auch die Angebote aus allen Richtungen nutzen und ist nicht fest gebunden mit dem Gerät.... das wäre zumindest mein Traum. Also ein universelles Format, von mir aus auch mit funktionierenden DRM, so wie es derzeit ja mit MP3 inzwischen auch läuft.

6

Sonntag, 31. Januar 2010, 17:54

MP3 hat überhaupt kein DRM mehr, daher ist man mit dem Kauf auch an kein Gerät mehr verbunden. Den ganzen Ärger bezüglich fehlender Kompatibilität zwischen Büchern und Readern haben wir ausschließlich dem DRM zu verdanken!

7

Sonntag, 31. Januar 2010, 19:47

MP3 hat überhaupt kein DRM mehr, daher ist man mit dem Kauf auch an kein Gerät mehr verbunden. Den ganzen Ärger bezüglich fehlender Kompatibilität zwischen Büchern und Readern haben wir ausschließlich dem DRM zu verdanken!

Ja, deswegen ja... es war nicht immer so. Daher hat der Kunde in dieser Hinsicht gewonnen. Bei Büchern wurde sich bisher auf kein einheitliches Format mit oder auch ohne DRM bisher geeinigt und weil jeder sein "Modell" durchsetzen will oder warum verkauft Amazon zB. nur für den Kindle? (Oder hab ich ein Denkfehler?)

8

Montag, 1. Februar 2010, 09:15

Ich finde das iPad ja cool und denke es ist wirklich genial für Filme, Spiele und Magazine mit Multimediainhalten - aber dass der Verlag seine Bücher aus dem Kindle-Store nimmt um sie für mehr Geld auf dem iPad verkaufen zu können wird denke ich ein Schuss ins Knie werden.

Im Gegensatz zum Kindle, von dem mittlerweile mehrere Hunderttausend oder evtl gar Millionen verkauft sein sollten hat das iPad bis März eine Verbreitung von 0 verkauften Einheiten weltweit, einen höheren Preis als der Kindle und damit eine langsamere Verbreitung und ist aufgrund des Displays sowohl doppelt so schwer als ein Kindle und natürlich kein ePaper-Display, weshalb das entspannte Lesen im Bett gegenüber einem Kindle deutlich weniger entspannend ausfällt (Gewicht, Belastung der Augen) und auch maximal 10 Stunden dauern kann, bis der Akku leer ist.

9

Montag, 1. Februar 2010, 10:15

warum verkauft Amazon zB. nur für den Kindle?
Weil die das Geld mit der Hardware machen und nicht mit den Büchern.
Apple macht das Geld ja auch mit der Ipod Hardware und nicht mit der Musik.
Wenn du einen Ipod kaufst verdienen die 150-200€. Wer kauft schon 100+ Lieder bei Itunes?

10

Montag, 1. Februar 2010, 10:56

Und schon hat man sich geeinigt ;)

Amazon fügt sich Preisforderungen des Großverlags Macmillan

Der US-amerikanische Online-Einzelhändler Amazon gibt im Disput mit dem US-amerikanischen Großverlag Macmillian nach und bietet nun wieder dessen Bücher an, und zwar zu den von Macmillan gewünschten Preisen. Amazon hatte die Bücher vorige Woche Freitag aus dem Verkaufsprogramm genommen, weil der Einzelhändler nicht Macmillans Preisforderungen für E-Books folgen wollte. In einer Amazon Mitteilung vom gestrigen Sonntag heißt es, die E-Books des Verlags seien ab sofort für 12,99 bis 14,99 US-Dollar erhältlich. Amazon verlangt für digitale Bücher normalerweise 9,99 US-Dollar.
Da Macmillan ein Monopol auf seine Bücher habe, sah sich Amazon nach eigenen Angaben zur "Kapitulation" gezwungen. Dessen Bücher würden nun zu einem für E-Books "unnötig hohen Preis" angeboten, doch darüber sollten nun die Kunden entscheiden. Amazon geht davon aus, dass nicht alle anderen großen Verlage dem Beispiel Macmillans folgen werden. Viele unabhängige Verleger und selbstverlegende Autoren könnten die Möglichkeit wahrnehmen, sich durch "attraktive Preise" für ihre elektronisch veröffentlichten Werke hervorzuheben.
Amazon schließt seine Mitteilung mit dem Hinweis, dass es den E-Book-Reader Kindle als eine "Mission" auffasst. Das Unternehmen sei nie davon ausgegangen, dass sie einfach sein würde. Amazon ist Ende 2007 in das Geschäft bemit E-Books eingestiegen. Wie viele Kindles das Unternehmen bisher verkauft hat, hat das Unternehmen noch nicht veröffentlicht. Bei der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen sagte Unternehmenschef Jeff Bezos lediglich, Millionen Menschen besäßen nun einen Kindle.
Macmillan, eine US-Tochter des deutschen Verlags Holtzbrinck, gehört so wie Simon & Schuster, Hachette, Penguin und Harper Collins zu den ersten Verlagen, die mit Apple kooperieren. Der IT-Konzern hatte vorige Woche sein iPad vorgestellt, das die Anwendung iBook zum Lesen von E-Books enthalten soll. Das Tablet soll in der günstigsten Version für 499 US-Dollar auf den Markt kommen, während Amazons Reader Kindle DX derzeit 489 US-Dollar kostet. (anw)


HeiseOnline

11

Montag, 1. Februar 2010, 10:56

Ich habe die Nachricht so verstanden, daß Amazon Macmillan aus dem Sortiment geworfen und nicht umgekehrt Macmillan sich zurückgezogen hat. Hintergrund allerdings, so hoermal, höhere Geldforderungen von Macmillan. Dazu muß man aber wissen, daß durch die Dumpgingpreise von Amazon bei Ebooks, die in den USA dann auch gleich die Printbände mitreißt, einige Verlage kurz vor dem Ruin stehen. (Hat sich mit Maggis Beitrag überschnitten, lese gerade daß sich Macmillan durchgesetzt hat.)

Zitat

Apple macht das Geld ja auch mit der Ipod Hardware und nicht mit der Musik.

Wenn du einen Ipod kaufst verdienen die 150-200€. Wer kauft schon 100+ Lieder bei Itunes?
Ein iPod nano, der meistverkaufte iPod, kostet im Laden weniger als 150 €. ;)

Apple verdient sehr viel Geld mit Musik, iTunes ist inzwischen die größte und erfolgreichste Musikplattform. 30 % der Kosten gehen immer an Apple. Auch im App-Shop, für das es 1400000 Apps gibt, alle von anderen geschrieben. Dort sind das allerdings nur Peanats, einige Hunderte von Millionen Dollar, weil 90 % der Apps kostenlos sind.

Apple ist der erste Anbieter von Smartphones, der bei den Telefon- oder Internetgebühren mitverdient. A&T oder T-Mobile müssen auch ungefähr 30 % an Apple zahlen. Es gibt mehr als 40 Millionen iPhones weltweit.

Beim iPad selbst wird Apple nicht viel verdienen, der Preis ist sehr knapp kalkuliert, aber bei den Inhalten, wieder 30 %, also 5 Dollar pro Buch.

Apple hat weltweit 125 Millionen Kunden, die ihre Kreditkarte dort registriert haben und mit einem Klick einkaufen, meist bei iTunes und 2009 damit einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Dollar gemacht. Analysten rechnen mit 3 bis 6 Millionen iPads im ersten Jahr, auch hier wird der Umsatz vorwiegend über die Inhalte kommen, Zeitungen und Bücher.

Apple verdient also in erster Linie an den Inhalten. Obwohl der Verkauf von iPods im letzten Quartal rückläufig war, haben die Gewinne alle Erwartungen übertroffen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Alaska« (1. Februar 2010, 11:04)


12

Montag, 1. Februar 2010, 11:23

Zitat

Beim iPad selbst wird Apple nicht viel verdienen

Das günstigste Apple iPad kostet in den USA 499 US-Dollar. Apple kostet die Produktion und Fertigung nach Berechnungen des Analysten Brian Marshall von Broadpoint Amtech rund 270 US-Dollar. http://www.golem.de/1002/72773.html


iSuppli estimates that Apple has reduced the Bill-Of-Materials (BOM) cost for the new $199 retail-priced 4Gbyte nano to $72.24
http://www.appleinsider.com/articles/06/…ed_at_72_u.html

= 126$ Reingewinn

12.600.000.000 Gewinn durch Ipod nano

8.500.000.000 Brutto einnahmen Lieder (da sind auch alle alten Ipods dabei und Ipod touch und iPhone)

13

Montag, 1. Februar 2010, 11:29

Die Zahlen kommen mir aber sehr spekulativ vor. Dann sollte man schon eher in die veröffentlichten Geschäftberichte sehen. Und was meinst Du mit "Gewinn"? Das sind doch nicht die Beträge, die von allem bereinigt, übrigbleiben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alaska« (1. Februar 2010, 11:37)


ebookman

E-Book Beginner

Beiträge: 7

Wohnort: Osnabrück

  • Nachricht senden

14

Montag, 1. Februar 2010, 18:42

Amazon gibt nach

Bei teltarif lese ich gerade, dass Amazon jetzt nachgegeben hat und Preise von 13 bis 15 $ toleriert. Amazon will nicht auf die Bücher des MacMillan Verlages verzichten.

15

Montag, 1. Februar 2010, 19:02

Bei teltarif lese ich gerade, dass Amazon jetzt nachgegeben hat und Preise von 13 bis 15 $ toleriert. Amazon will nicht auf die Bücher des MacMillan Verlages verzichten.


Guckst du Beitrag Nr. 10 ;)

16

Montag, 1. Februar 2010, 19:46

Ich bin mal gespannt, ob die Leser, wie in den Kindle Foren angekündigt, wirklich MacMillan Bücher meiden werden und so Amazon den Rücken stärken.

Ähnliche Themen