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diegeschichte

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1

Dienstag, 28. Oktober 2008, 17:35

iRex Digital Reader 1000S Erfahrungsbericht Oktober 2008

Endlich ist es soweit und da es keine eigene Rubrik für unseren neuen Reader gibt, hab ich ihn frecher Weise zum iliad plaziert.

Zunächst die Übersicht über die Specs:
Model Digital Reader 1000S
Display 10.2 Inch (diagonal) electronic paper display
1024 x 1280 pixel resolution at 160 pixels per inch
16-level grey scale
Input and output Capacitive buttons with optical feedback
Mini-USB connector Wacom® penabled® touch sensor input with Stylus
Processor and memory Freescale i.MX31L processor 128MB RAM
Storage Capacity 1GB Removable SD card (replaceable with larger SD cards) over 1000 docs
Power Built-in rechargeable lithium ion battery
Recharging time 5 hours with USB charging from powered computer
Media formats supported Unsecured Text: Adobe® PDF, TXT, HTML,
DRM Text: Mobipocket PRC
Image: JPEG, PNG, GIF, TIFF and BMP (Add.formats in future)
Languages Dutch, English, French and German (Add.language in future)
Operating temperature: 0 to 45 C
Non-operating temperature: -20 to 70 C
Inclusive: USB cable;Quick start guide;iRex Digital Reader 1000S;Stylus

Der Hauptunterschied zu einigen anderen Readern ist, dass er keinen mp3-Player hat, aber das ist eh unwichtig für mich, da ich besser lesen kann, wenn ich keine Musik höre und als reines Hörgerät ist es mir definitiv zu sperrig und auch zu schwer. Ich habe das Gerät von der iRex-Homepage geordert und hatte gedacht, dass es zeitliche Vorteile hätte. Nachdem ich schnellstmöglich das Geld per Paypal verschickt hatte, ist sogleich der Status (auf der Homepage-Anzeige) auf preparing for dispatch gesprungen, auf dem es wohl noch heute steht, denn von da an hatte ich die Stunden gezählt, mich abzulenken versucht, aber es kam nicht dazu, dass sich etwas veränderte. Keine weiteren Mails. Na gut, auf der Homepage steht ja auch 5-10 Tage. Also nach der Worst-Case-Zeit dachte ich jetzt ist es bestimmt bald da. Aber erst als ich eine Mail mit einer Nachfrage gesendet habe, ist einfach eine automatische Mail gekommen, in der es hieß, dass das Gerät heute verschickt wurde. Ich denke es handelt sich um einen Systemfehler, leider hat sich auch niemand zu den Gründen geäußert, bzw. entschuldigt, was ich etwas ernüchternd finde. So sind zwischen der Ankunft des Geldes und des Gerätes genau 23 Tage (bzw.15 Werktage) vergangen, was durch die Brisanz der Sache natürlich für mich schwer zu ertragen war.
Das 0,6kg schwere Packet (Angaben UPS) kam mir schon nicht so sonderlich leicht vor und auch das Gerät ist nach halbstündigen Ein-Hand-Halten etwas anderes als Papier :-) Aber für die Funktionen darf es bei mir auch mal etwas mehr wiegen. Wie oben zu entnehmen ist, gibt es kein Aufladekabel, es muss über den Computer geladen werden. Viel Schlimmer sind die kleinen Problemchen, die mich bereits schnell ereilten:

-Das Gerät ist nicht richtig koplanar, was besonders schlimm ist, wenn man auf dem Tisch schreiben will und es wackelt dabei! Das hätte ich bei dem Preis nicht gedacht, wahrscheinlich ist die Herstellung nicht sehr hochwertig entwickelt worden, so dass eine Planine oder sowas verzogen wird.
- Starten des Gerätes nicht möglich, obwohl ich es an den PC angeschlossen habe, um das Aufladen zu testen. Kein Ladeprozess beginnt...? Vermutlich Bedienerfehler, aber der Resetknopf hat das Gerät anbekommen und sodann auch über eine halbe Stunde intensives Rumprobieren ermöglicht. Hintergrundinfo: Das Gerät läd sich AUCH wenn die orange LED am Kopf NICHT leuchtet. Das hat zwei mögliche Ursachen, wobei bei mir die erste Ursache zutrifft, dass, wenn das Gerät zu wenig aufgeladen ist, ein Starten verhindert wird und das Aufladen im Auszustand ohne Anzeige funktioniert! Der zweite mögliche Grund für soetwas ist, wenn man, wie ich gern, die Energiesparfunktionen ausnutzt und die LEDs (deaktiviert), dann ist auch die Lade-LED aus, was ich total schwachsinnig finde.
- Einige Male ist bei Öffnen einer PDF ein unbeschriebener Fehler aufgetreten, danach funktionierte jedoch wieder alles.
- Eine komplette Aufladung mit 4 Balken ist mir bis heute nicht gelungen, obwohl ich das Gerät ausgeschaltet habe und über die empfohlene Mindestzeit von 3h angeschlossen.

Aber vielleicht nicht zu negativ, hier erstmal der grobe Eindruck:



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diegeschichte

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2

Dienstag, 28. Oktober 2008, 17:35

...
Aussehen:
Das Gerät ist sehr chick und sieht professionell aus, als wäre es ein Handheld. Man wird dann nur von Fremden gefragt, warum es nur S/W ist, aber das wissen wir ja, später wird es besser.
Darstellung:
Die Bilder werden top dargestellt. Da es mein erster Reader ist, kann ich keine Angaben zur Displayqualität geben, doch ich denke es sind die Gleichen, wie beim iLiad, da ein leichter silbergrauer Schleier zu sehen ist (kein echtes Weiß oder Beige-Visplex?). Die Größe ist ideal, da Powerpointfolien im Querformat unverändert (Zoom 100%) dargestellt werden können und die Verwendung sonst eben A5 mäßig ist. Leider ist der Zoom nur über 75%, 100%, 150% und 200% wählbar, wobei es eine Funktion Zoombereich wählen gibt, wobei sie schon des Öfteren Fehlerhaft war (kein genügender Speicherplatz-statt das Maximum zu nutzen!). Da habe ich keinerlei Leseprobleme und letztendlich war es der Grund, warum ich mich für das Gerät entschieden habe. Die Größe ist wirklich brauchbar. Effektiv fallen ja auch Seitenwechsel weg, wenn man an Bücher denkt! Andererseits kann man 14 Schriftgrößen von 6-34pt wählen. :-)
Bedienung:
Es hat kapazitive Taster, die also keinen Druck erfordern und je mit einer LED anzeigen können (abschaltbar) ob die Taste gedrückt wurde oder nicht. Damit lassen sich definitiv sehr gut Bücher und Scribte durchblättern, es gibt jedoch im Menü einige Nachteile, gegenüber der komfortablen Stiftbedienung, die auch größere Seitensprünge (hihi) ermöglicht. Das geschieht über einen Balken, bei dem 6 Seiten angezeigt werden, die durch das gelesene Wandern. Leider wurde mir eine 137-igste Seite als die letzte ausgegeben, obwohl das Mobipocket Buch noch 100 Seiten länger ging, aber ich glaube dieses Problem schon im Board gelesen zu haben!? Auf jeden Fall ist das Navigieren nicht so schnell möglich, wenn man mal (zB nach einem Neustart auf Seite 50 sein möchte, mit dem Stift kommt man einigermaßen ans Ziel = wer suchet der findet. Ich weiß nicht, was ich bei einem 1000-Seiter mache. Auf jedenfall verändern sich manchmal die Seiten, wenn man vor und zurückblättert (das liegt wohl an diesem Format.) Es gibt jedoch auch die Gehe-zu-Seite Funktion, wenn man sie denn findet (Softkey missed!). Die fast gespiegelten Funktionstasten rechts links (fair für Linkshänder) haben grob die selben Funktionen, was etwas fragwürdig ist. Gerade wenn man das Bild dreht (es ist in beide Richtungen möglich!), kommt man plötzlich schwer mit der Bedienung klar, weil das Menü immer unten ist und "Enter" an den seitlichen Buttons (mitte). Somit dreht sich auch die Bedienung. Irgendwann bin ich aber auch da drin gewesen. Die Frage bleibt, warum reicht nicht oben/enter/unten links/menü/rechts und je nach Anzeige der rechte oder linke Bedienungsteil deaktiviert, weil wirklich unbrauchbar. Man hätte von mir aus auch mehr Funktionen als Button realisieren können, denn das Menü braucht auch seine Zeit, um angezeigt zu werden und die entsprechende Auswahl zu treffen. Es gibt 2 verschiedene Arten kurz/lang die Tasten zu drücken und je nachdem kann man 1/mehere Seiten blättern oder 1/alle Menüpunkte überspringen (ohne Stift sehr zeitsparend).
Um das Dokument zu schließen, muss auch das Menü geöffnet werden (Softkey missed!).
Eine programmierbare Tastensperre (leider nicht automatisch aktiviert), ist auch in diesem Menü zu finden (Softkey missed!). Eine Drehung der Anzeige dreht den gesamten Output. Da man mehrere Dokumente öffnen kann, ist alles gedreht, obwohl es manchmal so manchmal so Sinn machen würde. Diese Taskfunktionen sind jedoch zum schnellen Springen sehr interessant. Erst recht, wenn man sich Notizen in einem der Notizblätter machen will, die sehr schön integriert sind. So springt man also nur zwischen Dokumenten hin und her (denke auch an Übung und Scribt). Die Notizen auf den Dokumenten kann man sehr einfach in eine normale pdf umwandeln, ohne dass es zusätzliche Arbeit bedarf.
Es gibt eine gute Suchfunktion. Und es wurden Wörterbücher vorbereitet, leider ist keines vorinstalliert, so dass man eines kaufen soll, was noch nicht geschehen ist. Es soll über mobipocket.com erfolgen. Man kann eigene Lesezeichen einfügen und in den Folders auch Links zu Dateien.
Ich muss sagen, dass ich mich mit der Bedienung erstmal nur intuitiv auseinandergesetzt habe, was erstmal gar nicht so einfach war.
Zeiten:
Das Starten benötigt ca. 63s und das Öffnen einer pdf-Datei ist etwa 10s länger, als die erste Seite, so dass auch eine 8,8MB pdf nur 12s brauchen kann, wenn die erste Seite nicht zu groß ist. Ein Seitenwechsel passiert in 2-3s mit großen Bildern 8s. HTML-Seiten öffnen sich etwa genausolangsam, aber Mobipocket ist in 5s lesbar. Die Menüanzeige ist auch mit 3s eher anstrengend. Die Verzögerung beim Schreiben ist Meineserachtens nicht zu groß. Ich kann auf Anfrage gern mehr Dateien und Bedienungen testen.
Erlebnisse (bisher):
Natürlich kann ich kaum aufschreiben, was die ersten Erfahrungen mit dem Gerät alles beinhalten, aber für einen kurzen Eindruck. Ich habe viele Fragen von Freunden und Kommilitonen sowie Professoren erhalten, meist mit dem Wortlaut "Aha", was mich bestätigt, dass die Welt E-Book-Reader braucht, nur noch nicht weiß, dass alles soweit ist, wie es ist. Weil sich jedermann von den Palms, iPhones und Tablet-PCs (würde nebenbei bemerkt gerne mal einen sehen!) ablenken lassen. Sie hinterfragen diese Technologie mit den gleichen Vorstellungen, wie sie es seit Jahren gewohnt sind (Helligkeit, Preis, Auflösung, Farbe, Anzeigegeschwindigkeit,...). Für mich ist es ein sehr angenehmes Lesen und ich habe bereits meinem Besuch Aladin und die Wunderlampe vorgelesen (an einem Stück) Das Buch habe ich nicht und ich hätte es niemal vom Laptop vorgelesen! Ich konnte mir sehr schnell im Internet was aussuchen und sofort lesen! Die Schriftgröße hab ich auch noch angepasst, so dass mit gedämpften Licht gelesen werden konnte. Beim Vorlesen entstanden keinerlei Verzögerungen, außer ich habe die Bedienung vergeigt und bin 10 Seiten weiter gesprungen. In der Uni hab ich das Problem, dass einige Profs keine pdfs rausrücken wollen, weil der Kopierschutz nicht sicher ist und dann die Vorlesungen an anderen Unis kopiert werden (Erfahrung eines Profs!). Das ist sehr traurig, dennoch kann ich viele Übungsblätter verwenden usw.
Um Datenblätter zu durchwühlen braucht man ein gutes Bookmarking! Sonst kann die Sache ganz schön viel länger dauern, als im PC. So dass es wohl nur Sinn macht, wenn man weiß, dass man ein bestimmtes Kapitel lesen will oder so. Bzw. ein bestimmtes Bild aufgeschlagen braucht. Die Zeiten lassen jedoch wesentlich mehr arbeiten zu, als ich zunächst vermutet habe.

Fazit:
Ich war nicht sehr erfreut, ein nicht koplanares Gerät zu haben, was sich nicht, aus der Verpackungen genommen, starten lässt. Dann ist es noch abgestürzt, obwohl die Akkuanzeige es nicht recht angezeigt hat. Außerdem gab es den Fehler, dass im Querfomat die Notizen wie im Hochformat geschrieben wurden (sehr verwirrend). Die Zoomfunktion hat mich auch enttäuscht und obwohl unten rechts interessante Dinge wie, Tastensperre, Batterieanzeige und Stift dargestellt werden, sind sie nicht als Softkeys mit dem Stift auswählbar. Das wäre für die Bilddrehung und den Zoom kein Problem. Den Stift muss man, um Akku zu sparen in einem "entfernten" Setup deaktivieren. Dafür wäre auch mindestens eine schnelle Aktivierung von Nöten, wenn man sich mal entscheidet, eine kurze Notiz zu ergänzen und sonst keinen Stift braucht. Die Akkuleistung senkt sich mit Stift nicht wenig ab. Die Akkuladeanzeige ist wirklich dumm, denn man weiß nicht sicher, ob er vielleicht gar nicht läd oder ob er schon voll ist, wenn das Gerät aus ist, bzw die Tasten-LEDs deaktiviert sind.
Einige Bugs konnte ich bis jetzt noch nicht genauer spezifizieren, aber es ist ja erst letzten Monat rausgekommen. Ich gehe fest davon aus, dass die Software noch sehr gut gepflegt wird und all das gelöst, ich werde wohl auch mal an iRex schreiben. Unter anderen Umständen hätte ich mich das nicht getraut, man weiß ja, wie das heute läuft mit der Softwaretesterei!
Für 610€ erwarte ich bei anderen Geräten einen besseren Zustand des Softwareverhaltens. Ich habe viele Vorschläge, wie man das Gerät besser machen kann, vielleicht wird es der Entwicklung gut tun, wenn man sich dem Hersteller gegenüber äußert. Das Gerät macht sehr viel Spaß so bald man weiß, wie man damit umgehen muss! Die Erwartungen passen sich irgendwann der Realität an und es ist weniger ein Problem was es kann oder nicht. In diesen Zeiten muss man sich noch sehr in sein Gerät "verlieben" um die Fehler zu akzeptieren, als Techniker ist das auch durchaus möglich. Schließlich träume ich mir die bessere Zukunft, die sicher erreicht wird. Soll heißen, es ist mir die größte Freude eine neuartige Technik zu probieren und sie in meinen Alltag zu integrieren. Wir sprechen uns wieder, wenn dieser Schritt vollzogen ist. Meine Augen haben mir das Lesen darauf jedenfalls schon jetzt gedankt. Wir werden sehen, ob ich zB mehr lesen werde...

Wenn Ihr fragen zum Umgang mit dem iRex Digital Reader 1000S habt, könnt ihr diese an dieser Stelle gern beantwortet bekommen. Und wer mal in Freiburg vorbeikommt, der kann auch gern einen fachkritischen Blick darauf werfen!

Vielen Dank fürs Lesen!

Philipp

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3

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 00:53

Vielen Dank für diesen überaus umfangreichen und aufschlussreichen Erfahrungsbericht! :)

diegeschichte

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4

Donnerstag, 13. November 2008, 20:37

Also vielleicht auch noch erwähnenswert. Die Lesezeichenfunktion, wo man ein Zeichen dort in einem Dokument setzen kann, wo man später weiterlesen will. Auch wenn das Gerät heruntergefahren wird. Damit kann meiner Kritik ein wenig entgegengewirkt werden, dass das Herunterfahren nicht so praktisch wäre.

5

Sonntag, 16. November 2008, 13:55

Hi,

tausend Dank für deinen Bericht, war sehr aufschlussreich ! :)
Ich studiere grad einen Master und muss dafür viele Papers und Bücher lesen, deswegen interessiert mich der DR1000 natürlich ziemlich. Allerdings bin ich immer noch sehr skeptisch, gerade weil das Gerät ja schon sehr teuer ist.
Daher hab ich jetzt noch ein paar Fragen:
Funktioniert das mit dem Notizen schreiben gut? Also gibt es nicht zu viel Verzögerung zwischen schreiben und anzeigen, oder wird das was man geschrieben hat mehr oder weniger in Echtzeit angezeigt?
Was ich auch nich aus deinem Bericht entnehme und auch im Menü Screenshot nicht sehe, kann man auch einfach so Notizen schreiben, also gibt es so ein leeres Notepad, oder brauch man dafür immer ein PDF?
Du hast geschrieben dass du bei deinem Mobipocket Buch Probleme hattest dass er nich alle Seiten angezeigt hatte. Hattest du das öfter, auch bei anderen PDFs? Weil ich hab einige größere PDFs und frag mich ob die dann korrekt angezeigt würden. Und wenn ja, wie hast du das Problem gelöst?
Und noch eine letzte Frage, bzw. die wichtigste :)
Jetzt nach diesen zwei/drei Wochen, würdest du dir den DR1000 nochmal kaufen. D.h. kannst du gut damit arbeiten und eignet er sich trotz der ganzen Anfangsbugs gut dafür?

Tausend Dank ! :D

Jan

diegeschichte

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6

Sonntag, 16. November 2008, 21:23

Ich hab zum Thema Schreibgeschwindigkeit mal ein kleines Video gedreht. (DR1000S test

Es gibt Schreibvorlagen, die für die Notizen vorbeireitet sind (Es wird wie ein Notepad benutzt und ein neues PDF erzeugt.). Das ist sehr brauchbar, weil man einen schönen Rahmen vorbereitet hat, auf dem man schreibt, wie im VIdeo gezeigt. Die Verzögerung finde ich, wie im Video zu sehen nicht so schlimm, aber es gibt EINE. Das ist Displaybedingt und wenn ich bedenke, wie die Seiten wechseln finde ich es ganz gut. Auch ist gut, dass man was löschen kann und der Text dahin zum Vorschein kommt, sobald man die Seite reloaded.

Nochmal zum Mobipocketproblem: Das Format bildet, meines Wissens nach, die Seite optisch angepasst ab und da kann es einen Unterschied machen, ob man sich von vorn oder von hinten nähert. Deshalb glaube ich, sind die Seiten manchmal (selten) etwas verschoben. Das andere Problem ist die letzte Seite, die nicht richtig gezählt wird. Das ist bisher nur einmal aufgefallen, weil ich so große Mobis nicht lese. Die PDFs haben bisher nie solche Macken gehabt und wie ich neulich getestet habe, werden ganze Bücher auch sehr gut dargestellt mit Anzeige der letzten Seite.

Zur scheinbar wichtigsten Frage: Ich kann wirklich nur für mich sprechen und ich möchte meinen E-Book-Reader nicht missen (egal welchen Preis er hatte) weil ich schon so lange davon Träume. Toll sind zB Situationen, wo ich ein Märchen vorlesen sollte und da hab ich im Internet schell eins runtergeladen und konnte es in Ruhe vorlesen, das wäre mit Laptop allein nie geschehen! Andererseits hab ich das Problem, dass viele Vorlesungen=Profs mit ihren Scipten nicht rausrücken (Weißt Du, ob es bei Dir anders ist?). So komme ich leider nur selten in den Verzug Scripte zu lesen und vielleicht Notizen darauf zu machen. Ich habe bei den Test gemerkt, dass es mich etwas stört, wenn ich zwischen Notizen und Lesen wechsel, also nicht auf dem Script schreibe, sondern 2 Dokumente habe. Außerdem ist das Blättern in großen Büchern nicht so schön, wenn man nicht schon Lesezeichen drin hat oder genau weiß, wo man hin muss. Das gilt auch für Scripte, wo man mal eine bestimmte Information sucht. Da blättert man so durch und das ist wesentlich zu langsam für das schnelle überschauen. Das stört schon, daher mein Schluss: Es ist sinnvoll für Dinge die man am Stück liest, wie "mal nachlesen" oder Bücher (Roman etc.). Auch wenn man digitale Dokumente nachlesen muss, ist es angenehmer, als am Rechner und man muss sie nicht dazu ausdrucken (hab keinen eigenen Drucker). Die Bugs stören bei der täglichen Arbeit wenig und es gibt wohl noch einige wichtige SW-Releases in der nächsten Zeit (Zitat iRex: Please allow us some time to repair this issue.) Grade dieses Batterieproblem wurmt mich gerade: Bat-Prob.

Deswegen hab ich auch noch eine zeitlichen Tests gemacht und die Angaben würden nicht der Realität (heiles Gerät) entsprechen.

Ich finde es ist eine sehr persönliche Entscheidung, die ich nicht missen möchte, aber auch keinem sonst näherbringen kann. Mit einem 600€ Tablet-PC wirst Du glücklich sein, aber ein E-Book Reader ist eine andere Klasse, ich vergleiche sie nicht damit. Ich finde spannend, wo ich den Reader in mein Lebensalltag integrieren kann und da fängt das Erlebnis an. Wenn ich mit großen PDFs schnell arbeiten will, muss ich leider ein anderes Medium nutzen. Um Notizen und Bücher immer dabei zu haben, ist der DR1000S die richtige Wahl. Auch um Zwischenergebnisse (Texte) auszuwerten, ist er praktisch. Nach rein rationalen Betrachtungen ist er die 600€ nicht wert und das kann man auch etwas iRex anlasten. Da ich aber mit gepflegter SW rechne, können sie es wieder gut machen. HW-technisch ist das Gerät genau mein Fall und dazu brauch ich keine Farbe oder Flexibles Display. Und wie mein Centrino-Laptop lüftet auch er nicht, was ich sehr angenehm finde (wohl auch in der Sonne nicht :-) ). Vielleicht soweit die sehr relative Einschätzung für Dich ;-)

bye Robert

7

Montag, 17. November 2008, 12:50

Hallo Robert,

tausend Dank für deine ausführliche Antwort. Auch das Video war sehr aufschlussreich :)

Angeblich soll ja heute ein SW patch rauskommen. Könntest du dann mal schreiben ob iRex die Probleme gelöst hat?

Viele Grüße
Jan

diegeschichte

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8

Dienstag, 18. November 2008, 17:43

SW-Update für DR1000S

Ja Du hast recht, am Abend gab es noch das lang ersehnte Update. Das ganze hat kinderleicht funktioniert! Einfach anschließen und machen lassen!

Interessanter Weise ist nach dem das Gerät geupdated war, noch ein Update für die Batterie gemacht worden.

Bezüglich des Akkus hab ich von der daher schon das Gefühl, dass sich etwas verbessert hat. Zumindest, war die Anzeige mal auf "voll aufgeladen", was es bisher noch nicht gab.

Dann hab ich das Schreiben im Querformat ausprobiert und es funzt auch schön, nur dass das Werkzeug nach dem Zoomen (eigentlich diese Schiebehand zum "Anfassen" der Seite) nicht zu einem Stift wechseln wollte. Wahrscheinlich ein Bedienerfehler ;-)

Aber, und das musste ich auch gleich überprüfen, haben sie eine Möglichkeit gelassen, dass man sich mit der Tastensperre aussperren kann, wenn kein Stift aktiviert wurde. Das ist wirklich dumm, wenn man in einem Dokument ist. Es geht nur über einen harten Reset zurück in die Brauchbarkeit.

Resumee: Das Gerät hat sich schon sehr verbessert!

9

Mittwoch, 19. November 2008, 17:50

Hi,

ich hätte nochmal eine Frage, hoffe Du bist noch nicht total genervt von meinem ständigen gefrage ;)

IRex liefert ja einen Drucker Treiber mit, so dass du ein Word Dokument direkt in deren Format speichern kannst.
Funktioniert das gut? Das heißt zeigt er dir auf dem DR1000 ein Word dokument genauso an wie im Word selber?

Viele Grüße

Jan

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10

Mittwoch, 19. November 2008, 22:07

Ich freue mich, dass ich Dir was helfen kann!

Der Druckertreiber ist ein ganz normaler PDF-Treiber, wie ich ihn bereits zB von PDFCreator installiert habe. Damit kannst Du es auf jeden Fall genauso machen, wie es im Word zu sehen ist.

Ein Test hat mir gezeigt, dass die TXT-Files aber auch ganz schön sind, da man die Schriftgröße zoomen kann und nicht das Dokument! Andererseits habe ich das Dokument mit den Randabmessungen des Readers versehen und so das PDF schön gemacht. Man kann ja beim Drucker das Papierformat einstellen. Die Versuche haben auch eigentlich ganz gut ausgesehen.

11

Montag, 1. Dezember 2008, 09:22

Probleme mit irex digital 1000

hallo,

ich bin gerade über diese seite im internet gestolpert. besitze auch einen irex digital reader 1000...allerdings habe ich einige probleme mit d. gerät: habe ebenfalls das software update runtergeladen...allerdings "hängt" der irex bei der stelle "Updating battery" und geht nicht mehr in den normalmodus zurück...gibts eine lösung für dieses problem? ich überleg mir echt, ob ich dieses gerät nich einfach wieder zurückschicke...v. a. das aufladen und das dateien rüberspielen ist nicht wirklich benutzerfreundlich, da ich immer wieder den reset knopt dürcken muss oder das gerät die dateien nicht erkennt...klingt alles sehr negativ....aber ich hoffe, dass sich irgendwie eine verbesserung ergibt...

danke für die antworten



lg

i.

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12

Montag, 1. Dezember 2008, 13:40

Das ging mir anfangs auch so mit dem Reset-Knopf. Eine Lösung dafür ist vorerst, dass Du erst das Gerät komplett einschaltest und dann an die USB hängst, von dem Rechner, der auch hochgefahren sein sollte. Andererseits sollte das Batterie-Update funktionieren, gibt es weniger Probleme mit einem "Festfahren".

Das Update hat sehr lange gedauert, aber meines ist durchgelaufen und hat die beschriebene Verbesserung gebracht.

Das Gerät scheint mir veröffentlicht worden zu sein, ohne je eine Testphase durchlaufen zu haben. Aber wie beschrieben, denke ich jedes Update bringt uns neue Features und mit kompletter Funktion ist es dann auch sein Geld wert. Aber Benutzerfreundlich ist es wirklich noch nicht, dafür fehlen viele Schnellbuttons (mindestens als Softkey), wie Stift an-aus, Tastensperre, Ansicht drehen, geöffnete Dokumente,...usw., damit man nicht immerzu ins Menü muss und sich dort durchklicken, was zuviel Zeit braucht. Wie man mit der Companion-Software Dokumente rauf und runter macht, ist mir unklar! Sie scheint nur zum Mergen und erzeugen von PDF-Templates zu sein. Aber für den Rest kann man ja den Explorer nehmen. Und nicht vergessen, sicher zu entfernen!

Vielleicht motivieren Dich meine Hoffnungen ein wenig, noch nicht aufzugeben, aber ich kann nachvollziehen, dass in diesem Stadium das Gerät nicht sehr für den privaten Markt geeignet ist. Die Erwartungen an Benutzerfreundlichkeit sind viel zu hoch. Ich rechne dennoch mit einer kontinuierlichen Annäherung an ein optimales Gerät, denn die Größe hat es schonmal :-)