Erstmal hallo an alle - ich bin neu in diesem Forum, durch das ich zufällig bei einer Internetrecherche rund ums e-book gestoßen bin (eigentlich habe ich nach Schutzprogrammen recherchiert, die verhindern sollten, dass der Käufer eines e-books dieses dann ungehemmt an zwanzig Freunde weitermailen und/oder ausdrucken und die Ausdrucke x-mal kopieren und weitergeben kann). Ich habe mich hier jetzt schon mal intensiv durch die Beiträge gelesen, auch die Kontroversen bezüglich DRM u.ä. oder nicht. Natürlich würde auch ich selbst es angenehmer finden, wenn ich mir von einem e-book vielleicht die eine oder andere Seite ausdrucken könnte (je nach Buchart, z.B. aus einem Sachbuch). Aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die überwiegende Anzahl der Käufer nicht der Versuchung erliegt, ein ungeschütztes e-book einfach mal eben so weiterzumailen - ein Knopfdruck genügt ja, anders als bei einer Printausgabe, wo man erstmal zum Copyshop laufen müsste, und dort recht lange damit beschäftigt wäre, das Buch zu kopieren, zumal noch so, dass die Kopien optisch ansprechend sind, ohne dabei das Buch zu zerstören, weil man es so fest auf die Kopierplatte pressen muss. Um zum Punkt zu kommen: Ich habe den einen oder anderen Denkansatz eurer Diskussion schon verstanden, aber letztlich scheitert das Ganze doch immer wieder an der bangen Frage des Urhebers: Wie kann ich sicherstellen, dass nicht die überwiegende Anzahl der potenziellen Käufer meines e-books nicht durch mich, sondern durch eine Endloskette von Weitermailern oder meintwegen auch Ausdruckern und Kopierern bedient werden und ich dabei finanziell auf der Strecke bleibe? Ich würde meinen Lesern schon auch gerne das problemlose Ausdrucken und/oder Kopieren (AUF DEREN EIGENE!) PCs/Notebooks, so sie mehrere haben, erlauben - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die dann denken würden: "Mensch super, der Autor - schenkt mir absolutes Vertrauen durch ein ungeschütztes Dokument! Das muss ich doch gleich durch absolute Ehrlichkeit belohnen, und werde selbstverständlich das e-book weder meiner Familie, noch Freunden usw. weitergeben!". Die Versuchung ist einfach zu groß, würde ich meinen. Bei Printbüchern war diese Versuchung ganz einfach durch die Schwierigkeit, das Ganze ohne großen Aufwand zu kopieren, verschwindend gering. Da hat man zwar ein Buch schon mal weiterverliehen - aber es war dadurch nicht multipliziert, sondern man bekam es am Ende zurück, und nicht selten hat derjenige, der es ausgeliehen hatte, es dann für sich selbst ebenfalls gekauft.
Eine lange Einleitung, ich gebe es zu. Aber ich bin einfach sehr unschlüssig, was nun die richtige Verfahrensweise angeht. Hat jemand hier schon Erfahrungen mit eigenen e-books gesammelt (bezüglich Verkauf bzw. mangelndem Verkauf durch ungeschützte e-books)? Oder Erfahrungen mit Käufern, wenn die e-books geschützt waren, und die sich dann evtl. beschwert haben?
Ich will hier natürlich keine ausgelutschten Diskussionen neu aufrollen, aber ich wäre schon neugierig auf weitere, aktuelle Stimmen und natürlich auch auf nützliche und wertvolle Hinweise und Tipps, wie man mit diesem Problem am besten umgeht.
Eine Frage noch zur Erstellung an sich: Wie kann ich verhindern, dass ein e-book eine zu große Dateigröße aufweist? Meines wird viele Grafiken enthalten, und ich fürchte, dass das das Ganze extrem aufbläht. Lässt sich da auch bei OpenOffice-Verwendung noch etwas machen? Danke für Hinweise.
Danke, und ein schönes Wochenende für alle!