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Sonntag, 3. August 2008, 16:52

Auch Moin - dieses Mal aus Oldenburg

Irgendwie ist mein kleiner Beitrag absonderlich klobig geworden. Das war keine böse Absicht oder Ignoranz. Bitte keine Haue.

Ich bin der Ben aus Oldenburg. Ich bin 33 Jahre alt (sehe aber jünger aus, wie ich zu meiner neurotischen Schande gestehen muss), werde aber immer dann fühlbar jünger, wenn ich mich sehr für etwas begeistern kann (und an Begeisterungsfähigkeit mangelt es mir nicht im Geringsten).

Gerade in letzter Zeit sprühe ich mitunter Funken aufgrund der vielen genialen technischen Errungenschaften um uns herum.

Seit langem besitze ich einen Haufen eBooks von ein paar Autoren und denke bereits seit Jahren über die Möglichkeit elektronischer Bücher nach.
Momentan weiß ich nicht einmal genau, ob einige eBook-Lesegeräte in meiner Erinnerung irgendwelchen einmal gesehenen Dokumentationen über aktuelle Technik entspringen - oder Science-Fiction-Filmen.

Im Gegensatz zu meinen sonstigen Gewohnheiten falle ich einfach mal mit der Tür ins Haus und erzähle, was mich hierher geführt hat - in etwa zumindest.

Im Laufe der Jahre habe ich mehr als oft versucht, PDF-Romane (von denen ich etliche besitze) am Bildschirm zu lesen.
Am Röhrenmonitor habe ich es probiert, am Flachbildschirm habe ich es versucht usw. Nie konnte ich mich a) lange auf den Text konzentrieren und/oder hatte b) die Muße, Ewigkeiten in aufrechter Haltung zu sitzen und mich gleichzeitig paradoxerweise beim Lesen zu entspannen.
Das funktionierte hinten und vorne nicht.
In meiner jetzigen Wohnung habe ich einer absonderlich kleine Toilette, in die ein dicker Mensch mit Sicherheit nicht reinpasst. Da ich in dieser "Box" auch keine Steckdose habe (für die wahrscheinlich nicht einmal Platz wäre), habe ich mir ein Verlängerungskabel von der Badezimmersteckdose zum Klo gelegt, um ein Notebook mit zur "Einzelsitzung" nehmen zu können. Der Akku ist bereits ziemlich hinüber und so braucht man halt das Netzkabel.
Die etwas bekloppte Aktion diente nur einem einzigen Zweck: auf der Toilette ein eBook lesen zu können. Dreimal habe ich das gemacht; vielleicht sogar viermal. Dann beendete ich diese Versuche aber.
Entspanntes Lesen ist etwas anderes. Merkwürdigerweise geht mir sogar der Seitenwechsel und das Geblättere mit Adobe Acrobat tierisch auf den Zünder. Nach jedem Blättervorgang müssen meine Augen erst einmal ganz kurz den Zeilenanfang suchen. Das dauert zwar nicht lange, verhindert aber jegliche Entspannung.

Ein wichtiges Schlüsselerlebnis hatte ich aber, als ich einem Freund bei einer Arbeit half.
Er war mit der Fertigstellung seiner Dissertation beschäftigt und hatte einige Leute gebeten, seine Arbeit kapitelweise Korrektur zu lesen - darunter auch mich.
Ich bekam den Text als Word-Dokument und sollte Rechtschreib- und Satzbaufehler korrigieren. Sollten mir Formfehler auffallen, war ich ebenfalls angehalten, diese zu beseitigen bzw. Lösungsvorschläge einzubringen.

Inhaltlich war diese Arbeit nicht im Geringsten mein Metier. Da flogen mir die Fachwörter nur so um die Ohren, dass mir ganz schwindelig wurde.
Die Sätze waren mitunter auch - um mal einen kleinen Euphemismus zu benutzen - sehr inhaltsreich; auf deutsch: es gab furchtbar viele zeilenlange Bandwurmsätze.
Anfänglich glaubte ich deshalb auch, es läge allein am Schreibstil und dem Inhalt, dass ich nur noch Bahnhof verstand. Allmählich entdeckte ich jedoch Sätze, welche nicht so furchtbar komplex waren, welche nicht einmal so ellenlang waren und auch keine Fremdwörter enthielten.
Trotzdem begriff ich ihren Inhalt nicht.
War die Grammatik irgendwie verdreht oder entstellt?
In solchen Fällen ging es mir manchmal ganz ähnlich. Nach dem letzten Wort des Satzes kehrte ich immer zum Anfang zurück und hatte nur noch Wortsalat im Kopf.
Das war richtig schrecklich!
Vor allem kam mir sehr schnell der Gedanke, dass ich meinem Freund eine Absage erteilen musste. Wie sollte ich da irgendwie den Text durchsehen können, wenn ich damit kämpfte, als handle es sich um eine Fremdsprache?
Ich wusste nicht, was mit mir los war. Normalerweise kannte ich solche Probleme nicht. Obwohl ich zwar ein paar persönliche Probleme hatte, nahmen mich diese nicht so sehr in Beschlag, dass ich nicht mehr imstande war, Texte zu verstehen.
Auf jeden Fall war es mir auch peinlich. Diese Sache packte mich auch bei meiner Eitelkeit und meinem Stolz.
Da ich aber kein bißchen durch diesen Text durchfand, versuchte ich vorsichtig, meinem Freund und Verfasser dieser Arbeit mit Hilfe von Andeutungen mein Problem mitzuteilen.
Überraschenderweise war ihm sowas nicht ganz fremd. Er kannte diese Effekte vielleicht nicht so stark, schon diese heftige Reaktion bei mir jedoch auch ein bißchen darauf, dass es eben überhaupt nicht mein Stoff und mein Thema war, den ich da durchzulesen versuchte.

Er gab mir den dringenden Ratschlag, das Kapitel auszudrucken und auf Papier durchzuarbeiten.

Trotz gewisser Zweifel tat ich das dann auch und stellte daraufhin fest, dass dieses Problem schlagartig verschwunden war.
Am Monitor reichte meine Konzentration nicht im Geringsten, diesen schwierigen Text zu erfassen.
Kaum lag er mir auf Papier vor, konnte ich mich der Arbeit in altbekannter Stärke stellen.


Das Erlebnis hat mir mit einem Schlag ein überdeutliches Bewusstsein dafür geschaffen, wie viel anstrengender das Lesen auf dem Monitor ist, als auf Papier. Dabei war es völlig egal, ob ich das Dokument auf einem Röhrenmonitor zu lesen versuchte, auf dem TFT des Kassenrechners in unserem Geschäft oder auf einem Notebook.

Einen Palm habe ich nie besessen. Dennoch reizte mich seit Jahren die mir bekannte Tatsache, dass ich mit meinen PDF-Dokumenten nicht automatisch an Windows-PCs gebunden bin. Es gab zumindest immer die Möglichkeit, so einen Text auf einem mobilen Lesegerät darstellen zu können.
Ich habe mich niemals hingesetzt und nach der Technologie gesucht, mit der ich solche Dokumente am bequemsten lesen kann. In meinem Hinterkopf stand aber irgendwie immer fest, dass meine eBooks irgendwann auch gelesen werden - und zwar nicht am PC.
Gewissermaßen war mein Status diesbezüglich während der letzten Jahre immer "...in progress"

Vor vielleicht einem Monat; evtl. auch vor ein paar Tagen mehr erzählte mir ein guter Freund von einem eBook-Reader namens "Kindle".
Eigentlich fragte er mich erst einmal: "Kennst du Kindel?"
Zuallererst habe ich den Namen natürlich nicht gelesen, sondern nur gehört. So ratterte es irgendwo in meinem Kopf. Woher kannte ich dieses Wort: "Kindel"? -es dauerte ein Weilchen bis mir dazu etwas einfiel: "Berliner Kindl ?!?"

Da mein eigenes Gehirn nur eine verhältnismäßig kleine Festplatte enthält, besitzt es eine Art "Auslagerungsdatei", welches sich Internet nennt.
Erzählt mir also jemand in meinen eigenen vier Wänden irgend etwas Interessantes, springe ich oftmals ziemlich sofort an den Rechner und befrage erst einmal Wikipedia & Co.

Also setzten wir uns - mein Freund und ich - kurz an den PC, während ich kurz einmal den Text vorlas, den mir eine Webseite über den Amazon Kindle Reader fand.

Während meines Versuches, den Text flüssig vorzulesen, machte ich auch gleich einen kleinen bis mittelschweren Lesefehler und las irgendwas von "Elink-Displays".
Mir fiel das nicht einmal auf. Irgendwo im Text würde schon erlärt werden, was ein E-Link-Display ist.

Texte, Computer, Links, eCommerce, eBooks, e-Link - logisch oder?

Gott sei Dank machte mich mein Freund auf den Schwachsinn aufmerksam, den ich da gerde mit ernster Miene verkündet hatte.

Das, was ich da so eben - schwupps - überlesen hatte, macht ausgerechnet den gigantischen Unterschied aus zwischen den Bildschirmdarstellungen von Texten, für welche meine Konzentration nicht im Geringsten ausreicht - und dem guten alten Papier, auf dem dieses sonderbare Problem nicht besteht.
Sofort nach der Korrektur meines schlampigen Vorlesefehlers googelte ich nach "e-Ink" - "elektronischer Tinte" bzw. "elektronischem Papier".

Das schien genau der Meilenstein zu sein, an welchem sich meine Einfahrt befand.

Bereits während der ersten 15 Minuten entdeckte ich schon in der Wikipedia ein paar äußerst hässliche Schönheitsfehler am Amazon Kindle.
Das Ding "spielt" keine freien Formate ab. Nix PDF-Reader.
Als kleiner "Ausgleich" dafür besitzt das Gerät aber eine Art Netzzugang zum "Whispernet", welcher so viel Strom verbraucht, dass alle Energiesparvorteile des elektronischen Papiers sofort hinüber sind.
Das "Whispernet" erlaubt es seinen amerikanischen Nutzern - und Amerika ist ja das Heimatland des "Kindle" - eBooks direkt aus der riesigen Amazon-Kindle-Bibliothek zu kaufen - gewissermaßen online über eine Art Mobilfunk.
Dummerweise kann diese Verbindung auch die bereits gekauften Bücher auf dem Gerät unbrauchbar machen. Nebenbei kostet so ein eBook offenbar fast genauso viel, wie der gute alte Schmöker aus Bestandteilen des Regenwaldes.

Das ist alles ziemlich inakzeptabel. Sicher gibt es auch Argumente, die für das Ding sprechen - mir jedoch reichte es.
Dafür hatte ich aber ein neues Wort gelernt: "e-Ink".
Ich forschte kurz nach und hatte innerhalb von 20 Sekunden den Sony Reader PRS-505 entdeckt, in den ich mich sofort verliebte.

Nur wenige Tage hielt ich diese unerfüllte Liebe aus und beschloss daraufhin, "zusammen zu ziehen". Ich bestellte mir über einen deutschen Ebay-Händler einen Sony-Reader, dessen stolzer Besitzer ich seit ca. zwei Wochen bin.
Auch mein Freund, der mich durch den Kindle erst auf die Idee gebracht hatte, erkannte, dass man so ein Gerät einfach haben muss - und bestellte das Ding ebenfalls via Ebay - jedoch direkt aus den Staaten....

...----->nächstes Posting

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Popetownpope« (3. August 2008, 17:07)


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Sonntag, 3. August 2008, 16:53

Teil 2 meines unerwartet (und ungewollten) Mega-Textes

Obwohl das Gerät PDFs darstellt (vor dem kürzlichen Firmwareupdate jedoch nicht so toll, jetzt sehr viel besser), merkte ich sehr schnell, dass der Lesekomfort stark ansteigt, wenn man die eBooks in das Sony-eigene Format konvertiert. Dafür gibt es eine wunderbare kostenfreie (und freie) Software, die solche Aktionen ziemlich zum Kinderspiel machen.

Einzelne Vor- oder Nachteile des Readers, der Konvertiersoftware usw. erwähne ich in den dafür vorgesehenen Foren.

Entscheidend ist für mich hauptsächlich, dass diese Technologie mir erstmals ein wunderbar entspanntes Lesen meiner vielen eBooks ermöglicht. Dass das Gerät nur so groß und schwer wie ein Buch ist, ist dabei sicherlich von Vorteil. Es ist transportabel und liegt gut in der Hand.
Der wirklich entscheidende Vorteil jedoch ist das e-Ink-Display, dessen Textdarstellung verblüffend an gedruckte Inhalte erinnert. Es ist scheissegal, von welcher Seite ich auf den Text schaue; er bleibt immer gleich lesbar - im völligen Gegensatz zur totalen Unlesbarkeit von LC-Displays und TFT-Bildschirmen, die man im falschen Winkel betrachtet.

Irgendwo im Internet schrieb jemand, dass er diese Technik schonmal sehr vielversprechend findet, dass er aber mit der Anschaffung wartet, bis das elektronische Papier selbstleuchtend ist und eher so aussieht, wie ein TFT.
Ich frage mich, was diesem Menschen für ein Schwachsinn durch den Kopf ging, als er das schrieb.

Die Tatsache, dass das elektronische Papier eben nicht selber leuchtet, sondern stattdessen das Umgebungslicht reflektiert, wie normales Paper das auch tut, dürfte von immenser Wichtigkeit sein, wenn es um die Stressfreiheit beim Lesen geht - und um die notwendige Konzentration beim Lesen.

Irgendwie hat mir genau dieses Gerät in meinem Leben gefehlt. Seit langer Zeit lese ich wieder viel.
Ich habe mir ca. 40 Bücher und ein paar Artikel aus dem Internet auf den Hauptspeicher des Readers kopiert (es lassen sich auch noch zwei Speicherkarten einsetzen - darunter eine SD-Karte) und lese im Bus, auf dem stillen Örtchen, im Café und - wenn ich erstmal richtig im Buch drin bin - auch wieder zuhause, was ich lange Zeit viel zu selten tat.
Ob im Wartezimmer meines Arztes oder sonstwo - ich habe immer das zu lesen, was ich lesen will - ohne gigantische Mengen an Bücher mit mir rumzuschleppen, was ich natürlich niemals täte.
Alle paar Jahre tätige ich eine Anschaffung (manchmal auch häufiger), an der ich wirklich Tag und Nacht meine Freude habe.

Vor wenigen Tagen entdeckte ich im Netz einen Fotovergleich, wo aktuelle eBook-Reader mit elektronischem Papier nebeneinander zu einem direkten optischen Vergleich antraten. Ebenfalls dabei, jedoch wie ein Fremdkörper wirkend, waren ein Palm und ein Smartphone, welche ebenfalls zur PDF-Darstellung genutzt werden können.
Ich habe jetzt in den letzten Tagen bereits so oft gelesen, dass irgendwelche Leute diese neueren eBook-Reader für völlig überteuert halten und deshalb für eBooks ihren Palm bzw. ihr Telefon nutzen.
Sicher mag es auch eine Frage der Lesehäufigkeit sein. Liest jemand einen 1000-Seiten-Schinken nach dem anderen, kommt ein Smartphone wahrscheinlich doch eher weniger in Frage.

Wer aber allen Ernstes behauptet, dass man genauso gut den Palmtop oder das Nokia N 95 nehmen kann, der hat wirklich keine Ahnung, was er da überhaupt schreibt. Von der popeligen Displaygröße einmal ganz abgesehen, hat man es wieder mit dem Typ Bildschirm zu tun, auf welchem mir nicht einmal das Textverständnis schwieriger und komplexer Sätze gelang, gleich ob ich es an 15 ", 17 " oder 21 "-Bildschirmen versuchte - die Art der Bildschirmdarstellung selber blockierte meine Konzentration.
Einfachere Texte verstehe ich natürlich schon (also jenseits von hochkomplexen Doktorarbeiten anderer Leute) - immerhin sitze ich selber gerade an so einem Ding; aber das Lesen auch einfacher Bücher an normalen Bildschirmen ermüdet - und nicht nur die Augen.
Da ist es geradezu grotesk, ein winziges Handydisplay - auch bei einem Smartphone - für eBook-tauglich zu erklären.

Am besten liest es sich schon immer auf Papier; und elektronisches Papier ist - deshalb hat es auch den Namen erhalten - ein durchaus adäquater Ersatz für echtes Papier - vom fast schon lächerlichen Stromverbrauch eines LC-Displays einmal ganz abgesehen. Bereits der ist völlig inakzeptabel und verhindert das Lesen langer Texte ohne zwischenzeitliche Aufladung fast vollständig.

Leider läuft die Vermarktung der portablen eBook-Lesegeräte in Deutschland ziemlich schleppend.
Der Sony Reader ist in deutschen Geschäften überhaupt nicht erhältlich und kaum einer weiss hierzulande, dass es sowas überhaupt gibt.
Demzufolge ist das Angebot an eBooks ebenfalls nicht so gut, wie es hätte sein können.
Das spezielle Format des Sony Readers ist in deutscher Sprache gar nicht erhältlich.

Ich freue mich deshalb über alles und jeden, der dazu beiträgt, diese Technologie ein bißchen bekannt zu machen.

Während fast alle Meinungen irgendwelcher Leute um mich herum ein wenig skeptisch waren, wenn ich ihnen gegenüber ein Gerät erwähnte, welches nur und ausschließlich der Darstellung von eBooks dient (obwohl die Geräte manchmal ja noch ein, zwei weitere Dinge beherrschen - und ein MP3-Player auch nur Musik abspielt und keine Haare föhnt etc.) wich diese Skepsis eigentlich immer und machte einer gewissen Begeisterung und Faszination Platz, sobald sie das Papier-ähnliche Display einmal mit eigenen Augen gesehen hatten.

(Zeigt also immer schön eure Geräte rum *g*)

Neben fehlenden Original-eBooks (obwohl man ja welche in das optimale Format konvertieren kann) fehlt dem dünnen deutschen Markt eine vernünftige deutschsprachige Support-Plattform bzw. ein guter Austausch zwischen den Nutzern dieser Geräte (untereinander - aber auch mit Interessenten).

Es gibt ein sehr gutes internationales Internet-Forum, wo - in englischer Sprache - sicherlich die beste nur denkbare Hilfe geboten wird.
Leider ist das angegliederte deutschsprachige Forum ein wenig mickrig. Ein paar Leute habe ich dort auch schon sagen gehört (schreiben gesehen *g*), dass sie sich trotz deutscher Muttersprache nur an das englische Forum halten werden.
Eine Menge Leute habe ich dort positive Dinge über den Sony Reader sagen gehört - hatte ich jedoch ein paar dringende Fragen, fand sich kein Besitzer so eines Gerätes, welcher mir eine Antwort hätte geben können.
Ebenfalls in diesem Forum entdeckte ich einige Leute, die in deutscher Sprache schrieben, wie gut sie mit der kostenfreien Software "Calibre" zurecht kommen, welche als hervorragendes Werkzeug zur konvertieren in das Sony-eigene-Textformat gilt.

Kaum stellte ich jedoch zwei oder drei dringende Fragen zu den Einstellungen dieser Software (ich kam alleine überhaupt nicht mehr weiter), erhielt ich in diesem Board einfach keine Antwort - als würde es diese Nutzer nicht geben.

Obwohl es dort einen deutschsprachigen Bereich gibt, verwies man mich immer nur auf die englischen Unterforen, da es ja ein "internationales Forum".
Ich poliere momentan jedoch meine Englischkenntnisse wieder auf und muss teilweise wieder ziemlich von Grund auf damit anfangen.
Komplexe fachliche Fragen (und die zugehörigen Antworten) verstehe ich in englischer Sprache einfach nicht - gerade weil es sich um Menüs und Einstellungen handelt, mit denen ich schon kämpfen muss, wenn die Anleitung in meiner Muttersprache vorliegt.

Ich bin sehr dankbar für jeden Einzug, den die Themen eBook-Reader, e-Paper und e-Ink in dieses Land halten - und damit auch das deutschsprachige Internet.
Ohne solche Hinweise wäre ich nicht auf die Technik gestoßen und hätte jetzt nicht ein wunderbares Gerät, mit dem ich viel Freude habe.
Anderen Leuten wird es genauso gehen. Je mehr man im Netz darüber findet, desto mehr Leute werden sich sowas kaufen.
Je mehr Leute so etwas besitzen, desto mehr Leute werden im deutschsprachigen Internet darüber schreiben - und Austausch ist nötig - nicht zuletzt, damit man die zugehörigen Tools auch bedienen kann etc.

Aus genau diesen Gründen bin ich hier und habe mich hier registriert.

Dieses Forum ist noch extrem leer und hätte mein Interesse nicht wecken können, wenn Philipp sich nicht so ins Zeug gelegt hätte (Hallo und danke dafür).

Nicht jedes Forum schafft es, eine vernünftige Größe zu erreichen und zu einem guten Anlaufpunkt zu werden; aber kein Forum schafft es, dem die Mitglieder schon deshalb fern bleiben, weil es noch neu und leer ist.

Deshalb hier also mein erster Beitrag.

Ich habe sicher nicht ständig etwas zu berichten, wollte aber einfach mal das Schreiben, was mir gerade auf der Zunge lag (lange Zunge...)

Also hoffe ich darauf, dass andere es mir gleich tun - in Anbetracht der wenigen Infos im deutschsprachigen Internet.

Gruß

Ben -

Philipp

Administrator

Beiträge: 395

Wohnort: Neumünster

Beruf: Student Wirtschaftsinformatik

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3

Sonntag, 10. August 2008, 13:58

Hallo Ben,


mensch, da musste ich mir echt erst mal ein bisschen Zeit nehmen, deinen Beitrag durchzulesen - und das auch noch an einem hintergrundbeleuchtetem tft Display ;)

Willkommen im Foum! :)

Ich kann den Punkten in deinem Beitrag absolut zustimmen. Man muss ein E-Ink Display gesehen haben, um den Unterschied zu verstehen. Ich habe am PC auch Probleme, stundenlang zu lesen und bin von der E-Ink Technologie einfach begeistert.

Die Akzeptanz in Deutschland bzw. der Bekanntheitsgrad solcher Reader ist wirklich sehr gering und ein "Selbstgänger" ist dieses Board leider wirklich noch nicht. Ich hoffe, dass sich beides in den nächsten Monaten ändert - denn es ist auch in Deutschland inzwischen viel in Bewegung. Ich bin auch gespannt auf einige neue Produkte auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Denn was meiner Meinung bisher wirklich fehlt ist guter deutscher Content - und da sind die Verlage am Zug.



Viel Spaß im Forum und noch einen schönen Sonntag!
Philipp

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Sonntag, 17. August 2008, 17:46

Lieber Philipp,

vielen Dank für den Willkommensgruß - und nicht zuletzt für das Durchlesen meines Geduld strapazierenden Beitrages. Dafür hast du dir zu Recht ein paar goldene Gummipunkte verdient.
Ich würde mich freuen, wenn dieses Forum ein bißchen Anlauf bekommt.
Demnächst werden im Sony-Reader-Bereich sicherlich ein paar Informationen auftauchen.

Der deutsche Bereich des wunderbar informativen englischsprachigen mobileread-Forums wird zu meinem MIssfallen von einer Menge schreibfauler, übersetzungsmüder und nicht hilfsbereiter Leute bevölkert, die kein Interesse daran zu haben scheinen, ihr im englischen Bereich des Boards erworbenes Wissen, weiterzugeben.
So eine idiotische Community - und ich meine ausschließlich das deutsche Unterforum - habe ich bislang noch irgendwo erlebt.
Dieses Forum hier hat also die besten Chancen, ein deutschsprachige Wissensbasis zu werden.

Zumindest fände ich das toll.